8.Spieltag, 1.Stadtklasse Senioren, 18.10.2014

Ein Sieg mit viel Moral und Traumtoren – nach 0:2 Rückstand in der Fremde 3fach gepunktet

Am 8. Spieltag der Saison stand ein Gastspiel in Freital beim FV Blau-Weiß Stahl auf dem Programm. Die Gastgeber, durchwachsen gestartet, wollten den Heimvorteil zu ihren Gunsten voll ausschöpfen und so fand die Begegnung auf dem kleinerem Kunstrasenplatz statt.

Das hieß für die Mannen des VfB 90 eine enge „Spielwiese“ und damit sehr viel weniger Möglichkeiten den eigenen Kombinationsfußball aufzuziehen und den Ball in den eigenen Reihen in die Breite laufen zu lassen. Aber dies war nicht die einzige Umstellung für das Team an diesem Tag. Neben den Langzeitverletzten fiel auch noch Torjäger und Kapitän Enrico Saitenmacher kurzfristig aus. Dieser führt immerhin die Torschützenliste der Liga mit 7 Treffern aus 5 Spielen an. Auf der Ersatzbank verlor sich neben Trainer Alexander Nicolaus mit Sebastian Becker genau ein Wechselspieler. Quantitativ bescheiden, aber Qualitativ hochwertig! Ansonsten konnten die Leutewitzer aber auf den Stamm der letzten Wochen zurückgreifen.

Den Defensivverbund, vor Keeper Michael Müller, bildeten Libero Rüdiger Zieschang mit Vorstopper Rolf Eichhorn und den Verteidigern Daniel Ambrosius und Uwe Riese. In der Zentrale waren Daniel Nüsse und Stephan Leischner die Taktgeber und Ballverteiler. Die Flügelflitzer Hendrik Behr und Renè Langer besetzten die Außenpositionen. Das Sturmduo bildeten Tom Teichert-Tölg und Andreas Kramer.

Die Gäste versuchten von Anfang an sehr früh zu pressen um den Gegner zu Fehlern zu zwingen und deren Aufbauspiel zu unterbinden. Dies gelang auch mit jeder Spielminute immer besser. Die Freitaler mussten schon durch ihre erste Abwehrreihe die Bälle am und im eigenem Strafraum unter Druck nach vorne schlagen, die dann durch den VfB 90 entweder abgefangen wurden oder im Seitenaus landeten. So fanden nur die Leutewitzer gut ins Spiel und bestimmten den Spielrhythmus. Immer wieder wurde versucht mit Kombinationen gefährliche Aktionen zu inszenieren. Diese wurden vor allem durch Teichert-Tölg, Leischner und Nüsse abgeschlossen. Aber zunächst ohne zählbaren Erfolg. Nach 19 Minuten die eigentlich erste gefährliche Aktion der Gastgeber, die auch gleich zum Torerfolg führte. Einen Freistoß aus 24 Metern, der plötzlich zu flattern anfängt, bekommt Keeper Müller so unglücklich auf die Brust, dass er ihn nicht mehr zu fassen bekommt und nach vorne abprallt. Ein Freitaler erkannte die Situation als erstes und stürmten Richtung Ball im 5 Meterraum und zog sofort ab. Aber Müller bekommt mit einem Reflex noch die Hand hinter den Ball und kann zunächst den Einschlag verhindern. Erst ein zweiter Freitaler kann den Ball per Abstauber über die Linie bugsieren. Der VfB 90 protestierte beim Schiedsrichter, weil er das Tor anerkannte. Aus Sicht der Gäste stand der Torschütze leicht in Abseitsposition. Aber wer kann das in so einer schnellen, unübersichtlichen Aktion, wo Zentimeter entscheiden, schon genau sagen. Der Schiedsrichter in diesem Moment ohne Assistenten schon mal gar nicht. Also gingen die Hausherren überraschend mit 1:0 in Führung. Aber die Leutewitzer schüttelten sich kurz und marschierten weiter mit viel Arrangement nach vorne. So zeichnete sich weiterhin das gleiche Bild wie in den ersten 20 Minuten auf dem Kunstrasen ab. Besonders gefährlich waren die Standards. Nach einem Eckball von Nüsse verfehlte Verteidiger Riese mit einem schönem Flugkopfball das Gehäuse nur knapp. In Minute 41 segelte dann mal ein Eckball der Blau-Weißen von links Richtung Strafraum des VfB. Ein wuchtiger Kopfball schlug plötzlich unhaltbar unter der Latte im Tor ein. Der war verdammt schwer zu verteidigen, da der Torschütze in dieser Szene einfach einen kleinen Tick besser in diesen Ball kam, als der verteidigende Nüsse. Starke Aktion der bis dahin offensiv überhaupt nicht zur Entfaltung kommenden Hausherren. Es stand aus heiterem Himmel 0:2 aus Sicht der 90ger. Unfassbar! Man spielte einen guten Ball, stand defensiv wirklich gut und nun sah man sich mit 2 Toren im Rückstand. Hängende Köpfe? Keineswegs! Weiter ging es vehement in die Hälfte der Gastgeber. Plötzlich war Langner am rechten 5er Eck frei und nahm den Ball direkt, aber der Freitaler Schlussmann machte im letzten Augenblick die kurze Ecke zu und konnte den Schuss parieren. Da waren 43 Minuten gespielt. Aber der Lohn für alle Bemühungen in Halbzeit 1 wurde doch noch erzwungen. Eichhorn holt sich in der Defensive den Ball und bekam ihn auf den linken Flügel zu Behr durch, der die Pille gleich auf Teichert-Tölg weiter leitete. Dieser setzte gleich zu einem Solo an, zog von links in den Strafraum, ließ seinen Gegenspieler eiskalt stehen und platzierte seinen Schuss ins lange Eck. Der so wichtige und überaus verdiente Anschlusstreffer zum 1:2 mit dem Pausenpfiff.

Mit Wiederanpfiff griff dann Becker für Kramer ins Spielgeschehen ein. Doch zunächst rückte Leischner spektakulär in den Mittelpunkt. Am Mittelkreis holte er sich die Kugel und dribbelte ein paar Meter, unbehelligt nahm er Maß und schweißte das Gerät in den linken Winkel. Ein Traumtor zum 2:2 in der 49. Minute. Jetzt gab es für die in „Cyan“ spielenden Leutewitzer kein Halten mehr in der Offensive. Man wollte mehr. Und nur 2 Minuten später hatte man tatsächlich das Spiel komplett gedreht – Spielstand: 3:2. Nach einer Ecke von Nüsse war Teichert-Tölg erneut zur Stelle und markierte seinen zweiten Treffer im Spiel. Dieses mal per Kopf. Der VfB war quasi mit 3 Toren innerhalb von nur 7 Minuten nicht nur im Spiel zurück, sondern brachte sich sogar auf die Siegerstraße. Man blieb auch in den nächsten Minuten voll konzentriert und bot dem Gegner so wenig wie möglich an. Immer wieder gelangen Balleroberungen in allen Mannschaftsteilen und man setzte in der Offensive gezielt Nadelstiche. Einer dieser Nadelstiche brachte dann auch in der 70. Minute das 4:2. Ein langer Abschlag von „Schnapper“ Müller landete plötzlich beim stark aufspielenden Becker und dieser vollstreckte aus 22 Metern mit einem tollen Schuss über den machtlosen Keeper hinweg. Anschließend versuchten die Hausherren noch einmal alles um Zugang zum Spiel zu finden und das Ergebnis zu korrigieren. Allein die Leutewitzer ließen nichts mehr zu und brachten das 4:2 sicher ins Ziel.

In einer intensiven, umkämpften Partie gewann der VfB 90 verdient nach einem 0:2 Rückstand am Ende mit 4:2 in der Fremde und belohnte sich mit 3 Punkten für eine wirklich starke Mannschaftsleistung. Man hatte Moral bewiesen und sich von zwei unglücklichen Rückschlägen nicht beirren lassen. Man spielte unentwegt seinen „Stiefel“ und vertraute den eigenen Stärken. Auch das man ohne eine Gelbe Karte aus so einem Schlagabtausch hervorging ist nicht selbstverständlich und gilt es hervor zu heben. So kann es sehr gerne weitergehen…

Als Nächstes steht das Pokalachtelfinale an. Da empfängt der VfB 90 Dresden die höherklassige SG Weixdorf, die in ihrer Liga die Tabelle souverän anführt. Anstoß ist bereits am (Feiertags)Freitag, 31.10.2014, um 11.00 Uhr auf der Sportanlage „Am Leutewitzer Park“.

Autor: A.Kramer, 19.10.2014

7. Spieltag, 1. Kreisliga (A), 11.10.2014

Bei schönstem Fußballwetter war es wieder soweit und wir hatten unser 4. Punktspiel

Nach einer klaren und guten Ansprache von Martin in der Kabine versuchten wir die taktischen Anweisungen soweit umzusetzen.

Ziel war es ab der Mittellinie anzugreifen, so die Räume eng zu machen und dem Gegner keine Möglichkeit zum Kombinieren in der eigenen Hälfte zu bieten. Dies funktionierte sehr gut. Der Gegner fing an Fehlpässe zu spielen und ausschließlich mit langen Bällen zu arbeiten, die aber wenig effektiv waren. Somit erspielten wir uns durch deren Ballverluste auch den ein oder anderen Konter bei denen uns aber klar die Durchschlagskraft fehlte. Das ganze entwickelte sich sehr gut und wir konnten viele kleine Nadelstiche setzen, aus denen wir aber zu wenig machten. Dann fiel allerdings völlig unerwartet nach einem Freistoß durch einen Kopfball am langen Pfosten das erste Tor für die Sportfreunde. Das war sehr ärgerlich, da wir gerade immer besser ins Spiel fanden. Wir ließen uns aber wenig beeindrucken und spielten unseren Stiefel weiter. Allerdings machten wir dann genau den gleichen Fehler wie in den vergangenen Spielen und spielten bei einer Situation mangels Anspielstationen in der Vorwärtsbewegung den Ball nicht zurück über den Torhüter, sondern gingen ins Dribbling, verloren den Ball, waren hinten komplett offen und kassierten das 0:2. Das tat dann natürlich weh und das direkt vor dem Abpfiff. In Halbzeit zwei begannen wir mit mehr Druck und brachten die Sportfreunde zumindest bis zum 16er häufiger in Bedrängnis. Allerdings fehlte dann deutlich der Zug zum Tor und wir erarbeiteten uns absolut keine Torabschlüsse. Ca. 10min nach Anpfiff wechselten wir dann Christian für Brösotelli ein, um nochmal firschen Schwung ins Spiel zu bringen. Das funktionierte auch und wir wurden deutlich aktiver. Doch dann passierte genau 2 mal wieder ein Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung, die uns wieder 2 Tore bescherten. Jetzt heißt es, dass wir an die ersten 45min anschließen und hoffentlich zeitnah wieder zu unserer alten Torgefährlichkeit zurückfinden und wieder Spiele gewinnen.

Positiv muss man noch hervor heben, dass Pit auf der 6 wirklich einen sehr guten Job gemacht hat und auch Christian in HZ 2 für ordentlich Schwung gesorgt hat. Insgesamt kann man keinem Spieler eine schlechte Leistung nachsagen aber es fehlte überall ein Tick und somit verliert man gegen eine der stärkeren Mannschaften der Liga natürlich deutlich.

Also wieder einmal Köpfe hoch und weiter zulegen.

Autor: L. Wehlend, 11.10.2014

7. Spieltag, 1. Stadtklasse Senioren, 11.10.2014

Zurück in der Erfolgsspur – verdienter Lohn sind 10 Punkte und Tabellenplatz 4

Mit dem FSG Wacker 90 Dresden-Leuben sahen sich die „Alten Herren“ des VfB 90 einem Gegner gegenüber, der vor diesem Spiel in der oberen Tabellenhälfte rangierte. Im letzten Heimspiel musste man sich dem überzeugend aufgetretenen SC Borea Dresden mit 0:3 geschlagen geben. Das für letzten Samstag angesetzte Spiel bei der SpVgg Grün-Weiß Coswig wurde auf den 19.11.2014 verschoben.

Es hieß also für den VfB 90 wieder einmal die starke Offensive ins Spiel zu bringen und in der Abwehr die nötige Stabilität zu finden. Und genau diese beiden wichtigen Komponenten kamen gleich in Minute 3 gemeinsam zum Tragen. Einen über die rechte Abwehrseite vorgetragenen Angriff der Gäste, konnten Verteidiger Uwe Riese und Rechtsaußen Andreas Kramer gemeinsam im eigenen Strafraum stoppen. Letzterer schlug den Ball über 40 Meter entlang der Außenlinie und fand Stürmer Tom Teichert-Tölg in der gegnerischen Hälfte, der im Sprint keine Mühe hatte, seinen Gegenspieler zu überlaufen. Ein Blick genügte ihm, um in der Mitte Goalgetter Enrico Saitenmacher zu erspähen. Eine exakt getimte, butterweiche Flanke später musste Saitenmacher nur noch mit dem Kopf zum Führungstreffer einnicken. Ein starker Beginn der Hausherren. In der Folgezeit versuchte man Ruhe ins Spiel zu bringen, was aber nicht wirklich gelang. Man probierte es einfach mit zu vielen Bällen nach vorne, anstatt erst einmal den ruhigen Spielaufbau zu zelebrieren. Aber die Abwehr holte sich immer wieder, über den starken Vorstopper Rolf Eichhorn, die Bälle noch weit vor dem eigenen Tor, so dass Leuben nicht ansatzweise zu einer gefährlichen Aktion kam. Dann waren 23 Minuten gespielt und die Leutewitzer hatten Eckball von rechts. Standardspezialist Daniel Nüsse brachte die Kugel kurz in den 16er und Kramer konnte den Ball per Kopf in Richtung langen Pfosten befördern. Dort spekulierte Saitenmacher wieder einmal genau richtig und hämmerte das Ding irgendwie aus spitzem Winkel mit links unter die Latte. Der war nicht so einfach. Bereits Saisontor Nummer 7 für den Kapitano. Im Verlaufe der Partie übernahmen die Gastgeber nun immer mehr das Spielgeschehen und damit entsprechend einen hohen Spielanteil mit viel Ballbesitz. Man baute nun ruhiger und gezielter auf, versuchte es auch immer wieder über die Flügel oder durch Distanzschüsse, vor allem durch Nüsse und Leischner. Letzterer hatte mit einem satten Schuss die kurze Ecke anvisiert, aber der Goalie hatte dem eine sensationelle Parade entgegen zusetzen. Der dritte Treffer blieb also vorerst versagt. So ging es mit einer verdienten 2:0 Führung zunächst in die Pause.

In Halbzeit 2 dann das gleiche Bild. Die Leutewitzer blieben ihrem Spiel treu und gingen in fast jeder Situation konzentriert und aggressiv zu Werke. Folgerichtig dann in der 55. Minute das 3:0. Ein Ballverlust der Leubener im Mittelfeld landete genau in den Füßen von Saitenmacher der alleine auf den Gästekeeper zu laufen konnte. Wie es sich für einen torhungrigen Stürmer gehört, versuchte er das „eins gegen eins“, anstatt auf den mitgelaufenen Teichert-Tölg zu passen. Aber der Torwart erahnte dieses Vorhaben und bekam noch eine Hand an den Ball. Aber der Abwehrversuch landete direkt bei Teichert-Tölg, der dann keinerlei Mühe hatte den Ball im leeren Tor zu versenken. Aber die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen und erarbeiteten sich 2-3 gute Chancen. Die aber durch den gut aufgelegten VfB-Keeper Michael Müller allesamt entschärft wurden. Die Hausherren setzten danach weiterhin spielerische Akzente und belohnten sich dem vierten Treffer. Nüsse verwandelte in der 75. Minute einen Freistoß direkt und erhöhte sein Torekonto auf schon beachtliche 6 Saisontreffer.

Damit war das Spiel gelaufen. Am Geschehen auf dem Feld und der „Anzeigetafel“ änderte sich bis zum Abpfiff nichts mehr. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat man in die Erfolgsspur zurück gefunden. Die Abwehr um Libero Rüdiger Zieschang und den Verteidigern Uwe Riese und Daniel Ambrosius stand heute sicher. Mit der nötigen Unterstützung aus dem Mittelfeld hatten die Jungs des VfB 90 einen starken Defensivverbund aufgeboten, der maßgeblich zu diesem klaren Erfolg an diesem Tag beigetragen hat. Das man hervorragende Offensivqualitäten besitzt, konnte man heute wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Man belohnt sich dafür mit einem starken 4. Platz in der Tabelle, bei 10 Punkten und 15:11 Toren aus 5 Spielen. Zugegebener Maßen ist die Tabelle durch die unterschiedliche Anzahl von ausgetragenen Spielen etwas verzerrt. Aber nicht unbedingt zu Ungunsten des VfB 90. Aber Achtung! Bis zum nächsten Gegner, dem FV Blau-Weiß Stahl Freital, der derzeit mit 6 Punkten auf Platz 10 liegt, ist es nur ein 4-Punkte-Polster. Also gilt weiterhin für die Jungs: konzentriert und seriös jedes Spiel von neuem anzugehen.

Im nächsten Spiel gastieren die AH des VfB 90 bei FV Blau-Weiß Stahl Freital – Anpfiff ist am Samstag, 18.10.2014, um 12:00 Uhr.

Autor: A.Kramer, 12.10.2014

1. Kreisliga Freizeitsport, 07.10.2014

Nach einem verschenkten Spiel bei Turbine und einer unglücklichen Niederlage bei West wollten wir jetzt im dritten Spiel endlich einen Dreier einfahren. Nach der Aufstellung zu urteilen waren wir uns auch sicher, dass das an dem Tag klappt, da wir beim KWK in den letzten Jahren meist die bessere Mannschaft waren. Anfangs ging die Partie recht ausgeglichen los und wir hatten auch 1-2 gefährliche Aktionen. Aber nach ca. 10 Minuten fingen wir an leichtfertig die Bälle durch Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung zu verlieren, was dem Gegner ein paar gute Konter ermöglichte. Die Fehlpässe kamen aus mehreren Gründen zustande. Es fing damit an, dass unsere Außenverteidiger teils zu mittig standen und Robert somit nicht ohne Bedrängnis abspielen konnte. Daher rückten die Außenläufer nach hinten und hatten nach vorn keine Anspielstationen mehr, was dazu führte, dass die meisten Bälle über die Mitte gingen, doch dort hatte der Gegner kämpferisch klare Vorteile, weil wir die Zweikämpfe kaum annahmen und somit auch viele Bälle verloren. Ein weiterer Punkt war, dass das gesamte Mittelfeld sich zu wenig bewegte und die Verteidiger oft hoch und lang spielen mussten. Hiermit nahmen wir vor allem Donni durch unglückliche hohe Bälle total aus dem Spiel, weil ihm der Gegner direkt auf den Füßen stand und körperlich überlegen war. Das gewohnte Dreiecksspiel aus letzter Saison kam gar nicht zu Stande. Somit versuchten wir uns konsequent durch die Mitte nach vorn zu spielen, was aufgrund des geringen Raums zu vielen Ballverlusten führte und wir so beide Tore durch krasse Abspielfehler mit anschließenden Kontern kassierten. Somit ging die erste Hälfte klar an den Gegner.

In HZ zwei kam dann Schwebbi für Donni und durch seine defensivere Orientierung tat dies dem Spiel gut. Wir starteten die zweite HZ deutlich besser und gewannen das Übergewicht im Mittelfeld, doch nutzen dies nicht, weil wir weiterhin zu viele Bälle immer direkt nach vorn spielten, statt mit Geduld Spielkontrolle zu gewinnen und die Lücken zu suchen. Des weiteren fehlte uns dann die Durchschlagskraft wenn wir in die Nähe des Tors kamen. Allerdings kamen wir dann durch einen tollen diagonalen Pass aus dem Mittelfeld über außen mit anschließender Flanke und dem ersten Tor noch einmal ran. Doch aufgrund unserer Ungeduld fingen wir statt auszugleichen wieder 2 Kontertore durch gravierende Abspielfehler.

Also Fazit zu dem Spiel:

1. Wir müssen bei Ballbesitz das Spiel von hinten wieder breit machen um Räume zu schaffen und unser Dreiecksspiel aufzubauen.
2. Alle müssen mehr Geduld zeigen und konsequent sicher spielen, bis sich Räume ergeben, um unnötige Ballverluste zu vermeiden.
3. Wir müssen deutlich bissiger werden.
4. Wir müssen uns einspielen, da aufgrund der vielen Neuzugänge viele Laufwege noch nicht passen.

Aufgrund dessen dass wir spielerisch durch unsere Neuzugänge noch einmal dazu gewonnen haben und mit Robert und Steffen zwei klasse Torhüter haben wird es jetzt Zeit sich zu fangen und endlich Punkte einzufahren. Denn von den Spielern her gesehen sollten wir deutlich weiter oben stehen.

Also auf ein Neues!

Autor: L. Wehlend, 08.10.2014

4. Spieltag, Stadtliga C Herren, 05.10.2014

Das schwarze Wochenende „perfekt“ gemacht…

Die herbe Enttäuschung vom Freitag war noch nicht richtig verklungen, da standschon 2 Tage später die Wiedergutmachung gegen den Serkowitzer FSV auf dem Programm. Im „Nachholer“ vom 4. Spieltag erschien beim Tabellenletzten der Tabellenvorletzte zum Kellerduell. Trainer Heiko Vogel musste ungewollt die Mannschaft auf 3 Positionen umbauen. Auch taktisch wurde umgestellt. Das Mittelfeld wurde defensiv verstärkt und als alleinige Sturmspitze Michael Kaudel aufgeboten. Das 3:8 gegen den Dresdner SSV vom Freitag wollte man sich mit dem Anpfiff aus dem Kopf spielen und so Wiedergutmachung betreiben.

Und das Spiel begann, wie schon das Freitagsspiel, mit einem Paukenschlag. Aber diesmal durch die Gäste. Bereits nach 3 Minuten lag der Ball schon wieder im Netz der Leutewitzer. Durch einen unnötigen Ballverlust von Sebastian Becker, kamen die Serkowitzer auf der linken Abwehrseite in Ballbesitz und spielten den Ball schnell in die Sturmspitze auf ihren Stürmer. Dieser stand völlig frei, aber auch 2 Meter im Abseits – allein der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus! So konnte er den Ball in aller Ruhe in Richtung Strafraum passen. Dabei hatte er noch Glück, dass er dem Libero Rüdiger Zieschang dabei das Spielgerät durch dessen Beine gespielt bekam. Und der im Zentrum mitgelaufene Gästespieler hatte anschließend keinerlei Mühe das Leder, am Keeper Sebastian Rössel vorbei, ins Tor zu schießen. Es begann also wie es aufgehört hatte. Wieder unglücklich sehr schnell in Rückstand geraten. Das Selbstbewusstsein erlitt erneut einen Dämpfer. Das war dann auch den VfB`lern anzumerken. Kaum gelungene Kombinationen im Spielaufbau und somit auch kein Zug zum Tor. Immer wieder einfache Ballverluste und zu wenig Kreativität im Spiel der Hausherren. Serkowitz beschränkte sich auf das Nötigste und versuchten mit Kontern das Ergebnis ihrerseits auszubauen. So ging es ohne nennenswerte Chancen oder Aktionen zum Pausentee beim Stand von 0:1.

Und auch in dieser Pause die gewohnte Zeremonie beim VfB 90. Ein Spielerwechsel aus Verletzungsgründen. Dieses mal wenigstens nur einer statt drei! Für Erik Neuber ging es als Vorstopper nicht mehr weiter. Für ihn kam Tino Krahl in die Partie. Aber auch in Hälfte 2 das gleiche Bild. Die Leutewitzer mühten sich endlich Zugang zu dieser Begegnung zu bekommen und das Ruder herum zu reißen. Nach knapp einer Stunde musste dann Kapitän Holger Müller auch noch verletzt von Bord. Für ihn betrat Andreas Kramer den Rasen. Was dann folgte war das 0:2 in der 64. Minute. Wiederholt nutzten die Gäste einen völlig unnötiger Ballverlust im Vorwärtsgang der 90er ganz clever zu einem schnellen Gegenstoß. Ein Querpass von rechts in die ungeordnete Abwehr reichte um das zweite Auswärtstor an diesem Tage zu markieren. Nun zog man bei den Leutewitzern die letzte Option und brachte Paul Schramm für Christopher Riese in der 73. Minute. Nun wollte man irgendwie wenigstens noch einen Punkt erkämpfen. Man warf alles nach vorn. Aber die großen Torchancen blieben weiter Serkowitz vorbehalten. Allein Keeper Rössel und drei hervorragenden Paraden war es zu verdanken, dass es weiter nur 0:2 stand. Dann endlich, 6 Minuten vor Ultimo, war soweit: Man verkürzte auf 1:2. Nach einem feinen Pass in den Strafraum von Nico Talke konnte Mike Becker erfolgreich abschließen.

Noch einmal keimte Hoffnung bei den Hausherren auf. Zunächst stand aber erst einmal wieder Torwart Rössel im Fokus. Er glänzte wieder mit zwei Rettungstaten im 1 gegen 1. So hatte der VfB dann auch, wie es eben im Fußball so ist, noch DIE letzte Chance auf was Zählbares. Ein weit geschlagener Ball flog urplötzlich über die entblößte Abwehr der Serkowitzer hinweg und sprang halbrechts am Strafraum Talke vor die Füße. Dieser zog entschlossen ab, aber die Murmel strich hauchzart am langen Pfosten vorbei. Wie bitter. Und dann war es aus und vorbei.

Das schwarze Wochenende war also „perfekt“.

Von den anvisierten 6 Punkten holte man innerhalb von 3 Tagen nicht einen. Der kleine Aufwärtstrend wurde jäh gestoppt. Neben den eigenen Unzulänglichkeiten trug auch der Schiedsrichter mit einigen unglücklichen Entscheidungen für viel Unruhe auf dem Platz bei. Aber dies als Entschuldigung für die schwache Leistung zu nehmen, wäre zu einfach und Augenwischerei. Man schaffte es in beiden Partien nicht, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken und entsprechend erfolgreich zu gestalten. Gerade gegen den gleichwertigen Serkowitzer FSV, in einer Begegnung auf mäßigem Niveau, zu verlieren, war aus Sicht des VfB 90 völlig unnötig. Aber eben nicht unverdient. Nun gilt es als Mannschaft enger zusammenzurücken, die Wunden zu lecken und nach vorne zu schauen…

Am Samstag, den 11.10.2014, gibt man um 15.00 Uhr die Gastrolle bei der 2. Mannschaft des VfB Hellerau-Klotzsche.

Autor: Uwe Riese, 06.10.2014

6. Spieltag, Stadtliga C Herren, 04.10.2014

Ein Feiertag ohne was zu feiern – einer turbulenten ersten Halbzeit, folgte eine herbe Enttäuschung

Nach den beiden starken Punktgewinnen in den letzten beiden Spielen gegen die zwei Tabellenführer, Trachenberge und Gittersee, sollte nun unbedingt der erste Dreier der Saison im Spiel gegen den DSSV her. Dafür war auch alles angerichtet! Trainer Heiko Vogel konnte die gleiche Elf wie im letzten Spiel gegen Gittersee aufbieten, Sponsor Spielhalle-FUNTIME stellte reichlich Obst und isotonische Getränke bereit, alle Spieler waren bis in die Haarspitzen motiviert und sensationelle 50 Zuschauer fanden sich in der Sportanlage an der Leutewitzer Windmühle zu diesem Duell ein.

Und das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Bereits nach 2 Minuten gingen die in Orange spielenden VfB`ler in Führung. Nach einem schönen Solo durch Sebastian Becker über den linken Flügel kommt seine Flanke punktgenau am langen Fünfmeterraum auf Stürmer Andreas Kramer. Der findet mit seinem Pass in den Rückraum wieder Becker, der keine Mühe hat den Ball rechts unten einzunetzen. Ein Auftakt nach Maß…genau für eine Minute!! Der Gegenzug des DSSV brachte bereits postwendend den Ausgleichs-treffer. Ein relativ harmloser, mittiger Abschluss aus der Distanz sprang Libero Christian Scheffler so unglücklich an den Rücken, dass der Ball seine Flugkurve korrigierte und unhaltbar für Keeper Sebastian Rössel neben dem rechten Pfosten einschlug.

Aber weiter ging es, und zwar nach vorne. Schließlich war dieses Tor nur ein Zufallsprodukt der Gäste. Und die 90ger gingen tatsächlich schon in Minute 12 wieder in Führung. Nach einem Freistoß durch M. Becker aus 28 Metern von halb rechts, ist Nico Talke per Kopf zum 2:1 zur Stelle. Aber auch diese Führung sollte nicht allzu lange anhalten. In der 17. Minute segelte eine Flanke ungehindert durch den Strafraum und ein Kopfball findet den Weg ins Tor. Dieser Treffer schien aber auch nicht ganz unhaltbar. Egal, weiter ging`s…

Und da war sie wieder, die Führung der Gastgeber – zum 3. Mal. Nach einer Ecke durch S. Becker kommt Christopher Riese an den Ball, behält im Strafraumgewühl die Übersicht und knallt das Leder unter die Latte in die Maschen. Da waren gerade einmal 23. Minuten gespielt. Aber Geschichte wiederholt sich, zumindest in diesem turbulenten Spiel. Nur ganze zehn Minuten nach der erneuten Führung, pfiff der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Strafraum und dem Schrei eines Gästespielers, und zeigte auf den ominösen Punkt. Eine sehr umstrittene Entscheidung. Dem DSSV konnte es reichlich egal sein – Elfmeter eiskalt verwandelt – 3:3! Und es kam noch schlimmer für den VfB 90. Einen harmlosen Schuss von halblinks ließ Keeper Rössel zum 3:4 passieren (38.). Nun patzte also auch noch der so sichere Rückhalt der letzten Spiele. Bis zur Pause gelangen dann dem VfB keine zielstrebigen Aktionen mehr. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause, weil man vermeid-bare und so unglückliche Tore hinnehmen musste, dass es schon zum verzweifeln war. Aber der DSSV wusste vor allem durch sehr gute Standards zu gefallen und brachte die VfB-Abwehr ein ums andere mal in Verlegenheit und blieb immer gefährlich.

Mit dem Prädikat „zum vergessen“ kann man dann wohl die 2. Hälfte aus Sicht der VfB`ler überschreiben. Zunächst musste Trainer Vogel gleich in der Pause alle 3 Wechseloptionen verletzungsbedingt ziehen. Aber auch die Gäste mussten erst einmal einen Rückschlag wegstecken. Ein Spieler ließ sich in der 47. Minute, in einem sehr fairen Spiel, zu einem Nachtreten hinreißen und wurde vorzeitig vom Referee zum Duschen geschickt. Nun schienen die Weichen für eine erfolgreiche Aufholjagd gestellt. Dachte man…

Was jetzt ablief, war definitiv der falsche Film. Innerhalb von nur 7(!!!) Minuten erhöhten die dezimierten DSSV`ler mit 3 Toren auf 3:7 (52., 54., 59.). Unfassbar was sich auf dem Grün abspielte. Die 90ger kamen mit einem Mann mehr, überhaupt nicht mehr ins Spiel. Sie waren nun in fast jeder Aktion einen Schritt zu spät oder kamen gar nicht erst in diese hinein. Immer wieder reichte es den Gästen mit ein paar wenigen Spielern in der Offensive die Defensive zu beschäftigen und vor große Probleme zu stellen. Man wurde das Gefühl nicht los, der VfB spielt hier in Unterzahl und nicht der DSSV. Der Rest der Partie ist schnell erzählt. Bei den Gastgebern hingen natürlich die Köpfe knapp über dem Rasen und keiner fand mehr zur Normalform in diesem Spiel zurück. Man agierte nun auch einfach zu harmlos um nochmal was bewirken zu können. So konnten die Gäste immer wieder ihre Nadelstiche setzen und wurde in der letzten Aktion des Spiels mit dem 3:8 dafür belohnt.

Unter dem Strich muss man protokollieren, dass man sich für dieses Derby sehr viel vorgenommen hatte und auch die erste halbe Stunde vieles davon umsetzen konnte. Am Ende steht aber eine herbe Enttäuschung über das WIE dieser Niederlage. Eine dreimalige Führung währte immer nur für kurze Zeit, auch wenn hinter einigen Aktionen das Pech in voller Gestalt parat stand. Über das was in der 2. Halbzeit passiert oder eben nicht passiert ist, sollten alle Beteiligten ganz schnell aus den Köpfen verdrängen. Am Sonntag gibt es bereits die Chance auf Wiedergutmachung zu Hause im „Nachholer“ vom 4. Spieltag gegen den Serkowitzer FSV.

Autor: Uwe Riese, 05.10.2014