12.Spieltag, 1. Stadtklasse Senioren, 22.11.2014

3facher Teichert und 3facher Saitenmacher sichern ungefährdeten Auswärtssieg

Am 12. Spieltag stand das Nachbarschaftsduell beim ESV „Lok“ Dresden auf dem Sportplatz „Emerich-Ambroß-Ufer“ auf dem Spielplan. Der VfB 90 reiste hier als klarer Favorit zum Spiel und wollte dieses auch von Anbeginn des Spieles auf dem Platz unter Beweis stellen.
Dabei mussten die Leutewitzer aber kurzfristig auf den erkrankten Coach Alexander Nicolaus verzichten. Diese Rolle übernahmen dann Daniel Nüsse mit Kapitän Enrico Saitenmacher. Eine Änderung gab es in der Startaufstellung. Nach einer starken zweiten Halbzeit als Verteidiger beim Spiel unter der Woche in Coswig, durfte Thomas Handschuh für Uwe Riese von Beginn an ran.

Auf dem Kunstrasen übernahmen sofort die Mannen des VfB 90 die Regie. Und schon nach 5 Minuten ging man verdient in Führung. Nach einer feinen Flanke von Saitenmacher nickte Tom Teichert-Tölg die Pille ein. Und danach ging es ganz, ganz schnell. Gerade einmal 2 Minuten nach der Führung ging es mit einer sehenswerten und vor allem schnellen Kombination durch das gesamte Mittelfeld, wo dann wiederholt Saitenmacher die Vorlage zum Tor gibt. Diesmal findet er Nüsse, der trocken in die lange Ecke zum 2:0 abzieht. Die 90er ließen nicht locker und belohnten sich nach einer Viertelstunde mit dem 3:0. Und wieder sind Teichert-Tölg und Saitenmacher die entscheidenden Protagonisten. Saitenmacher schickte Teichert-Tölg mit einem Pass in die Tiefe über halbrechts und der hatte alleine vor dem Keeper keine Mühe denn Ball, am selbigen vorbei, in die Maschen zu befördern. Kapitän Saitenmacher machte damit einen lupenreinen „Vorlagenhattrick“ innerhalb von nur 15 Minuten. In Minute 22 verkürzten dann die Gastgeber auf 1:3. Ein Freistoß aus 19 Metern geht durch die Mauer und am chancenlosen Keeper Michael Müller vorbei ins Tor. Aber kurz vor den Pausenpfiff stellten VfB`ler den alten 3-Tore-Abstand wieder her. Stephan Leischner erzielte das 4:1 nach Vorlage von Teichert-Tölg.

In Halbzeit 2 das gleiche Bild. Der VfB 90 hatte alles im Griff und erhöhte auf 5:1 (65.). Diesmal konnte sich der Vorlagengeber des Tages, Saitenmacher, selber in die Torschützenliste eintragen. Nach Zuspiel von Linksverteidiger Daniel Ambrosius hatte er keine Mühe den Ball im Kasten unterzubringen. Die Leutewitzer leisteten sich dann, in Person von Nüsse, den Luxus noch einen Foulstrafstoß zu vergeben. Aber 15 Minuten vor Ultimo konnte dann Teichert-Tölg mit seinen dritten Treffer in diesem Spiel das 6:1 markieren. Diesmal war der rechte Verteidiger Handschuh derjenige der sich den Scorerpunkt sicherte. Nun war bei den Gästen die Wechselzeit angebrochen und es kamen alle Wechselspieler zum verdienten Einsatz. Tobias Gessel konnte dabei seinen ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison, nach langer Verletzungspause, verbuchen. Die Partie lief dann bis zur 90. Minute ohne weitere große Höhepunkte. In der Nachspielzeit bekam dann der ESV auch noch einen Elfmeter zugesprochen. Libero Rüdiger Zieschang kam im Strafraum einen Schritt zu spät und traf nur das Bein des Gegenspielers. Und die „Eisenbahner“ machten zumindest diese Aufgabe im Spiel besser als die 90ger und verwandelten den Strafstoß zum Endstand von 6:2.

In einer Partie, die man jederzeit im Griff hatte, erledigte man diese (Pflicht-)Aufgabe souverän. Teichert-Tölg stach dabei mit 3 Treffern heraus. Aber auch Torjäger Saitenmacher mit 3 Vorlagen und einem Tor hatte einen wesentlichen Anteil an dem leistungsgerechten Endergebnis von 6:2.

Am Samstag, 29.11.2014, um 14.00 Uhr gibt die SG Motor Dresden-Trachenberge in Leutewitz seine Visitenkarte zum 13. Spieltag ab.

Autor: A. Kramer, 23.11.2014

6.Spieltag, 1.Stadtklasse Senioren, 19.11.2014

2. Saisonniederlage – so klar wie das Ergebnis, so klar auch unter Wert geschlagen

Am Buß- und Bettag fand der „Nachholer“ vom 6. Spieltag in Coswig auf dem Programm. Bei äußeren widrigen Bedingungen, die da wären: „Hartplatzmieze“, kalter Wind, Nieselregen, hieß es Platz 3 gegen Platz 2 an diesem Spieltag. Trainer Alexander Nicolaus musste die Mannschaft gegenüber dem starken 5:0 Heimsieg gegen Weinböhla auf 2 Positionen umbauen. Michael Müller kehrte wieder zwischen die Pfosten zurück und für den verletzten Rolf Eichhorn stand Uwe Riese wieder in der Startelf.

Und das Spiel begann für die Leutewitzer genauso wie das Wetter, einfach nur hässlich! Die Uhr zeigte gerade die 8 Minute an, als die GW`en nach einem Angriff über den rechten Flügel schon mit 1:0 in Führung lagen. Andreas Kramer ließ sich vor dem 16er an der Grundlinie austanzen und die darauffolgende Flanke konnte der Stürmer in der Mitte nahezu unbedrängt einköpfen. Dieses Mal schafften es die VfB`ler leider nicht sofort den Hebel wieder umzulegen und gleich die richtige Antwort auf den frühen Rückstand zu geben. Was auch daran lag, dass der Schiedsrichter jetzt das Spiel auch noch an sich riss. Es wurde nun jeder Zweikampf, den ein Coswiger mit irgendeinem Schmerzgeräusch aus seinem Mund bestritt und/oder am Ende gar noch zu Boden ging, mit einem Freistoßpfiff belohnt. Das war einfach nur noch nervend und das eigene Spiel konnte nun überhaupt nicht ansatzweise in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Das Spiel wurde zum Stückwerk. In Minute 22 schallte wieder ein Schrei eines GW`en über den Platz und gleich darauf die Träller des Schiris. Er meinte vom Mittelkreis (!!!) aus ein Foulspiel von Libero Rüdiger Zieschang erkannt zu haben. Und das auch noch durch Vorstopper Behr und seinem Gegenspieler hindurch, die unmittelbar vor Zieschang und einem GW`en ebenfalls zum Ball gingen. So eine Entscheidung kann man sicherlich schon mal akzeptieren, da es für den Mann an der Pfeife nun wahrlich nicht immer einfach ist. Blöd nur das dieses vermeintliche Foulspiel im Strafraum stattfand. Daher Elfmeter für die Gastgeber! Der Coswiger Stürmer nahm das Geschenk dankend an und verwandelte sicher links unten. Keeper Müller tauchte zwar in die richtige Ecke ab, war aber chancenlos. Rückstand in Halbzeit 1 – nicht wirklich ein neues Gefühl in dieser Saison. Ohne wirklich schon in der Partei zu sein und überhaupt einen Spielrhythmus zu haben, lag man bereits mit 0:2 hinten. In den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit gelang es dann endlich das Spielgeschehen immer mehr an sich zu reißen und eigene Akzente zu setzen. Aber ohne eigenen Torerfolg. Müller musste noch einmal bei einem Freistoß aus 19 Meter sein ganzes Können aufbieten und den Ball aus dem linken, unteren Eck raus fischen. So blieb es mit dem Pausenpfiff beim 0:2 aus Sicht der Leutewitzer.

Jetzt wurde sich in der Kabine noch einmal eingeschworen und für die 2. Halbzeit neu ausgerichtet. Für den verletzten Renè Langner kam Bojidar Kirilov für die rechte Außenbahn und Thomas Handschuh für Manndecker Riese. Damit waren auch schon die beiden vorhandenen Wechseloptionen zur Pause gezogen. Aber hier war noch nichts verloren. Die Gastgeber spielten in den ersten 30 Minuten ein sehr hohes Tempo und die Frage war, ob sie dieses weiter hochhalten können. Ein schneller Anschlusstreffer musste also her um den Gegner zu verunsichern. Um es vorweg zu nehmen, in der 2. Hälfte agierte der Schiedsrichter dann auch wieder souveräner und pfiff auf beiden Seiten ausgeglichen.

Und die 90er legten los wie die Feuerwehr. Gleich mit dem Angriff vom Anstoß heraus hat Goalgetter Saitenmacher die Chance zum 1:2. Aber er wird am Torabschluss im 16er noch durch einen Gegner behindert, so dass der Torwart am Ende kein Problem mit der Ballaufnahme hat. Jetzt spielten nur noch die Gäste und entwickelten Druck nach vorne. Schüsse von Stephan Leischner (knapp drüber) und Daniel Nüsse (2x knapp am Pfosten vorbei) blieben erfolglos. Im Strafraum schafften es die Hausherren immer wieder irgendein Körperteil in einen Schuss oder Pass zu bringen. Dann die zweite große Chance für die VfB`ler. Saitenmacher tankte sich rechts gegen 3 Mann durch und gab nach innen, wo Kramer den Ball freistehend knapp verfehlte. Die Gastgeber ließen nun immer mehr körperlich nach und es war nur der VfB 90 am Zuge. Einen Pass von Nüsse in Richtung langer Pfosten verpassten Saitenmacher und Teichert-Tölg auch nur ganz knapp. Aber dieses verdammte Tor wollte einfach nicht fallen. So war es, wie im Fußball üblich, dann ein Konter der in der 83. Minute zum 3:0 führte. Eine abgerutschte Flanke senkt sich über Müller hinweg ins lange Eck. Damit war hier das Spiel endgültig zu Gunsten der Heimmannschaft entschieden. Das 4:0 folgte dann nur 2 Minuten später. Nach einem Freistoß konnte der Coswiger Stürmer per Kopf sein 3. Tor in diesem Spiel erzielen. Endstand: 0:4.

Man hat sich in diesem zweiten Spitzenspiel innerhalb von 5 Tagen wieder viel vorgenommen und wollte an den glanzvollen Sieg gegen Weinböhla anknüpfen. Leider stand man sich in den ersten 25 Minuten dabei selbst im Weg, die man völlig verschlafen hatte. Wobei auch der Gegner in dieser Zeit wirklich druckvoll agierte und seine Chancen zur Führung nutzte. Die zweite Hälfte wurde klar durch die 90iger dominiert, die aber vor allem im Abschluss an diesem Spieltag überhaupt kein Fortune auf ihrer Seite hatten. Ebenso wenig mit den Entscheidungen des Schiedsrichters in der 1. Halbzeit. So steht unter dem Strich die erst 2. Saisonniederlage des Aufsteigers zu Buche. Die am Ende viel zu hoch ausfiel und man sich auf Grund der Spielweise in Halbzeit 2 durchaus am Ende sogar mit einem Punkt hätte noch belohnen können. Es gilt das Positive aus diesem Spiel zu ziehen und die letzten 3 Partien in diesem Jahr noch einmal mit Vollgas anzugehen, um ein jetzt schon sehr erfolgreiches Fußballjahr 2014 auch ebenso zu Ende zu bringen.

Das nächste Spiel um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren, findet schon diesen am Samstag, 22.11.2014, gegen den ESV Dresden auf dem Sportplatz Emerich-Ambros-Ufer statt. Anstoß ist bereits 11.00 Uhr.

Autor: A.Kramer, 20.11.2014

11. Spieltag, 1. Stadtklasse Senioren, 15.11.2014

Saitenmacher und Nüsse drücken einer starken Mannschaftsleistung den Stempel auf

Am 11. Spieltag stieg ein echtes Spitzenspiel auf dem Sportplatz an der Leutewitzer Windmühle. Der Tabellendritte gab sein Stelldichein beim Viertplatzierten. Trainer Alexander Nicolaus konnte zum ersten Mal in dieser Saison auf den zweiten Torwart im Team, Mario Gropp, bauen. Und das musste er auch, da Michael Müller krankheitsbedingt ausfiel. Auch Verteidiger Uwe Riese musste passen und für ihn rückte Hendrik Behr ins Team. Ansonsten konnte dieselbe Elf wie bei den letzten 3 Siegen in Folge aufgeboten werden.

Nach der enttäuschenden Chancenverwertung beim knappen 2:1 Sieg gegen Wachau im letzten Spiel wollte man gegen Weinböhla konzentrierter und mit dem nötigen Biss von Beginn an zu Werke gehen. Und diese Vorgabe setzten die Gastgeber von der ersten Minute auf dem Rasen um. Den Gästen wurde wenig Raum gelassen, so dass sie mit weit geschlagenen Bällen, tief aus der eigenen Hälfte operieren mussten. Den ersten „Riesen“ hatte die Leutewitzer auch gleich nach 7 Minuten. Nach einer flachen Ecke von Daniel Nüsse verpassen mit Tom Teichert-Tölg und Enrico Saitenmacher gleich beide Stürmer den Ball 5 Meter vor dem Tor freistehend nur knapp. Dann war erst einmal der Gästetorwart an der Reihe sein Können unter Beweis zu stellen. Egal ob aus Nahdistanz oder mit Weitschüssen, er hielt einfach alles und brachte vor allem Saitenmacher zur Verzweiflung. Doch das stachelte ihn nur noch mehr an so richtig Gas zu geben. Und dann war es endlich so weit. Der VfB 90 belohnte sich in der 15. Minute mit dem 1:0. Nach einer Nüsse-Ecke von links stand Saitenmacher am langen Pfosten goldrichtig und machte das Tor aus 4 Metern mit einem schönen Hechtkopfball. Anschließend stand immer wieder der Goalie der Gäste im Mittelpunkt. Es dauerte bis zur 34. Minute ehe das überfällige 2:0 fiel. Nüsse zog, nach einem Anspiel von Renè Langner, einfach mal im Strafraum aus 14 Metern ab und der abgefälschte Ball findet den Weg in die Maschen. Einen der seltenen Angriffe der Gäste mit einem Torabschluss konnte Heimtorwart Gropp mit einem Reflex über die Latte lenken. Der dritte Streich der Leutewitzer folgte dann in der 40. Minute. Nüsse wurde von Vorstopper Rolf Eichhorn schön in der Mitte freigespielt und macht zur Überraschung des Torwarts einen Abschluss mit der Pike und erwischt ihn so auf dem falschen Fuß. So ging es nach einer starken ersten Halbzeit mit einer absolut verdienten 3:0 Führung zum Pausentee.

Nun hieß es für Halbzeit 2 nicht nachzulassen und den Weinböhlaern gar nicht erst die Chance zu geben noch einmal einen Fuß in dieses Spiel zu bekommen. Aber der VfB 90 machte da weiter wo er mit dem Pausenpfiff aufgehört hatte. Die Gäste wurden nur durch Standards gelegentlich gefährlich. Aus dem Spiel heraus hatten sie weiterhin keine Chance etwas zu kreieren. In der 68. Minute brachte Saitenmacher ein Stück Weltklasse in die Partie. Eine hohe Nüsse- Flanke vom linken 16ner nahm der Kapitän am rechten Strafraumeck 1,50 Meter (!!!) vor der Grundlinie direkt aus der Luft und knallte das Leder über den Keeper in die lange Ecke. Der pure Wahnsinn dieser Treffer zum 4:0! Die 90ger hatten das Spiel nun komplett unter Kontrolle und auch der letzte Wille war nun bei den Gästen gebrochen. Thomas Handschuh machte aus einem Strafraumgewühl heraus, nach Vorlage von Daniel Ambrosius, noch das fünfte Tor 6 Minuten vor Ultimo. Das Spiel war überraschend eindeutig und hoch gewonnen gegen die TuS aus Weinböhla.

Mit einer hochkonzentrierten, geschlossenen Mannschaftsleistung konnte die VfB`ler in einem ihrer besten Saisonspiele einen Gegner auf Augenhöhe mit 5:0 bezwingen. Vor allem Saitenmacher und Nüsse drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Auch der im Mittelfeld unermüdlich rackernde, aber im Abschluss unglückliche, Leischner war an diesem Tag ein wichtiger Baustein für diesen ungefährdeten Sieg. Einem weitaus höheren Sieg stand nur der Gästekeeper mit seinen überragenden Paraden im Wege. Das Mittelfeld war auch fest in der Hand der Gastgeber, egal ob auf dem Boden oder in der Luft. Den wenigen Chancen der Gäste stellte sich Torwart Gropp erfolgreich mit seinem Abwehrverbund in den Weg…hinten zu Null…So kann es sehr gerne weitergehen…Einziger Wermutstropfen an diesem Tage ist die muskuläre Verletzung von Eichhorn (62.). Auch dass der Schiedsrichter heute nicht erwähnt werden musste, spricht eine eindeutige Sprache.

Schon am Feiertags-Mittwoch, 19.11.2014, um 11.00 Uhr steht im Auswärtsspiel in Coswig das nächste Spitzenspiel auf dem Spielplan. Dann spielen die Leutewitzer (2.) gegen die punktgleiche SpVgg Grün/Weiss Coswig (3.)

Autor: A. Kramer, 16.11.2014

10. Spieltag, 1. Stadtklasse Senioren, 08.11.2014

Eichhorn köpft kurz vor Toresschluss den Sieg gegen den Tabellenletzten

Am 10. Spieltag der Saison stellte sich der momentan Tabellenletzte, der TSV Wachau, auf der Sportanlage „Am Leutewitzer Park“ vor. Dass es in der 1. Stadtklasse, der zweithöchsten, keinen leichten Gegner gibt und sich die Punkte jedes Mal aufs Neue hart erarbeitet werden müssen, ist kein Geheimnis. Deshalb bereitete sich die Mannschaft genauso konzentriert auf dieses Spiel, wie auf jedes Andere vor. Trainer Alexander Nicolaus konnte zum ersten Mal in dieser Saison auch auf eine starke Bank vertrauen. Bis auf weiterhin 2 Langzeitverletzte waren zu diesem Spiel endlich einmal alle an Bord. Nicht so wie in der Vorwoche, als man leider den Pokalfight im Achtelfinale gegen die SG Weixdorf aus personellen Gründen absagen musste.

Und schwungvoll ging es mal wieder los bei den Leutewitzern. Nach einem klugen Pass von Kapitän Enrico Saitenmacher lief Renè Langner plötzlich alleine in halbrechter Position auf den Torwart zu. Setzte die Kugel aber über das Tor. Da hatte der Minutenzeiger gerade einmal 2 Umdrehungen hinter sich. Der VfB 90 versuchte mit ruhigem Spielaufbau in die Partie hineinzukommen, während der TSV auf Konter durch lange Bälle setzte. So erspielten sich die Gastgeber nach und nach einige Gelegenheiten, denen aber die letzte Konsequenz und Genauigkeit im Abschluss fehlten. Wachau stach vor allem durch lange Einwürfe hervor, die wie Flanken in den Strafraum gebracht wurden. Ein ums andere Mal brachten diese die Hintermannschaft des VfB um Libero Rüdiger Zieschang in Verlegenheit. Und dann war es aus genau so einer Situation heraus auch schon passiert – das 0:1 in Minute 17! Ein langer Einwurf wurde im Strafraum verlängert und ein Wachauer konnte nahezu unbedrängt aus 8 Metern das Leder in die Maschen köpfen. Ein Gegentreffer der sich irgendwie genauso anbahnte. Nun waren die Platzherren gefordert mal wieder einen Rückstand zu drehen. Man schüttelte sich kurz und versuchte weiter sein Spiel dem Gegner aufzudrängen. Aber mit der Ruhe war es an diesem Tag nicht so einfach. Der betagte Schiedsrichter hatte nicht seinen besten Tag erwischt und fällte ein ums andere Mal unglückliche Entscheidungen gegen die Leutewitzer. Da blieb es auch schwer an der Seitenlinie tiefenentspannt zu bleiben. Die Gäste verteidigten mit allem was sie hatten und machten es den VfB`lern nicht einfach ihr Spiel gestalten zu können. Aber dennoch erspielte man sich mit guten Kombinationen Torchancen. Ein Kopfball von Tom Teichert-Tölg strich nur knapp am rechten Winkel vorbei. Schüsse von Daniel Nüsse und Stephan Leischner gingen knapp neben das Tor oder wurden durch den starken Keeper entschärft. Die größte Chance zum Ausgleich noch vor der Pause vergab Leischner am Ende etwas fahrlässig. Er tankte sich schön auf rechts im Strafraum durch und entschloss sich zu einem Abschluss aus spitzem Winkel, anstatt den Ball in den Rückraum zu passen, wo 3 Mitspieler zum Einschuss bereit auf die Pille lauerten. Das war natürlich verdammt ärgerlich. Aber am meisten ärgerte sich Leischner aber selber über diese vergebene 100%ige Torchance.

So ging es also wieder einmal mit einem Rückstand in die Pause. Und dies obendrein auch noch völlig unnötig, weil man große Chancen auf dem Rasen liegen ließ. Es passte also in Halbzeit 1 noch nicht alles im eigenen Spiel gegen den Tabellenletzten, im Gegensatz zu den nagelneuen Präsentationanzügen für die Mannschaft, gesponsert durch „Zahnarztpraxis Dr. Mayer und Team“. Daher änderte Coach Nicolaus in der Halbzeit auf 2 Positionen um neue Reizpunkte gleich zu Beginn der 2. Halbzeit zu setzen. Für Innenverteidiger Uwe Riese kam Hendrik Behr und für das linke Mittelfeld Bojidar Kirilov für Andreas Kramer in die Partie.

Und die VfB`ler starteten gleich wieder schwungvoll in die 2. Spielhälfte und belohnten sich dafür mit dem schnellen 1:1 in der 55. Minute. Einen ruhig vorgetragenen Angriff schloss Nüsse nach Vorarbeit von Leischner mit einem trockenen, platzierten Distanzschuss aus 19 Metern ab. Ansonsten zeichnete sich weiter das Bild wie in Halbzeit 1. Der VfB versuchte gefährliche Situationen vor dem gegnerischen Tor zu kreieren und Wachau verlegte sich weiterhin nur aufs Kontern und ihre Einwurf-Standards. Mit fortwährender Spielzeit mussten die Gäste dann ihre Abwehrarbeit immer tiefer Richtung eigenen Strafraum verschieben, da der Druck immer weiter zu nahm. Das dritte Tor fiel dann aber durch einen schnell vorgetragenen Konter über Nüsse, der herrlich auf Saitenmacher passte, der dann eiskalt zum 2:1 vollstreckte – dachten zumindest alle!!!! Allein der Schiedsrichter sah da exklusiv eine Abseitsposition und verwehrte völlig zu Unrecht die Anerkennung des Treffers. Aber das war wie eine Initialzündung für die Leutewitzer und setzte für die letzten 10 Minuten im Kampf um die 3 Heimpunkte noch einmal zusätzliche Kräfte frei. Und tatsächlich schaffte man es noch den Sieg zu erkämpfen und das Spiel ergebnistechnisch herumzureißen. Nüsse brachte einen Freistoß von rechts in den Strafraum und fand den Kopf von Saitenmacher, dessen Kopfball knallt an die Lattenunterkante und von da ins Spielfeld zurück. Vorstopper Rolf Eichhorn schaltet am „5er“ am schnellsten und konnte diesen Ball unter die Latte mit einem technisch anspruchsvollen Kopfball ins Tor befördern. Na endlich! Die verdiente Führung kurz vor Schluss. Nun hieß es die letzten 5 Minuten noch konzentriert runter zuspielen, was am Ende dann auch ohne größere Probleme gelang. In einer intensiven, umkämpften Partie gewann der VfB 90 nach einem 0:1 Rückstand zur Halbzeit am Ende völlig verdient mit 2:1. Gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner vergab man beste Torchancen und musste so bis kurz vor Toresschluss immer wieder anrennen, um den entscheidenden Treffer dann doch noch markieren zu können. Was am Ende zählt ist der dritte Sieg in Folge und nun mehr 16 Punkte aus 7 Spielen.

Autor: A.Kramer, 11.11.2014