7. Spieltag, 1. Stadtklasse Senioren, 11.10.2014

Zurück in der Erfolgsspur – verdienter Lohn sind 10 Punkte und Tabellenplatz 4

Mit dem FSG Wacker 90 Dresden-Leuben sahen sich die „Alten Herren“ des VfB 90 einem Gegner gegenüber, der vor diesem Spiel in der oberen Tabellenhälfte rangierte. Im letzten Heimspiel musste man sich dem überzeugend aufgetretenen SC Borea Dresden mit 0:3 geschlagen geben. Das für letzten Samstag angesetzte Spiel bei der SpVgg Grün-Weiß Coswig wurde auf den 19.11.2014 verschoben.

Es hieß also für den VfB 90 wieder einmal die starke Offensive ins Spiel zu bringen und in der Abwehr die nötige Stabilität zu finden. Und genau diese beiden wichtigen Komponenten kamen gleich in Minute 3 gemeinsam zum Tragen. Einen über die rechte Abwehrseite vorgetragenen Angriff der Gäste, konnten Verteidiger Uwe Riese und Rechtsaußen Andreas Kramer gemeinsam im eigenen Strafraum stoppen. Letzterer schlug den Ball über 40 Meter entlang der Außenlinie und fand Stürmer Tom Teichert-Tölg in der gegnerischen Hälfte, der im Sprint keine Mühe hatte, seinen Gegenspieler zu überlaufen. Ein Blick genügte ihm, um in der Mitte Goalgetter Enrico Saitenmacher zu erspähen. Eine exakt getimte, butterweiche Flanke später musste Saitenmacher nur noch mit dem Kopf zum Führungstreffer einnicken. Ein starker Beginn der Hausherren. In der Folgezeit versuchte man Ruhe ins Spiel zu bringen, was aber nicht wirklich gelang. Man probierte es einfach mit zu vielen Bällen nach vorne, anstatt erst einmal den ruhigen Spielaufbau zu zelebrieren. Aber die Abwehr holte sich immer wieder, über den starken Vorstopper Rolf Eichhorn, die Bälle noch weit vor dem eigenen Tor, so dass Leuben nicht ansatzweise zu einer gefährlichen Aktion kam. Dann waren 23 Minuten gespielt und die Leutewitzer hatten Eckball von rechts. Standardspezialist Daniel Nüsse brachte die Kugel kurz in den 16er und Kramer konnte den Ball per Kopf in Richtung langen Pfosten befördern. Dort spekulierte Saitenmacher wieder einmal genau richtig und hämmerte das Ding irgendwie aus spitzem Winkel mit links unter die Latte. Der war nicht so einfach. Bereits Saisontor Nummer 7 für den Kapitano. Im Verlaufe der Partie übernahmen die Gastgeber nun immer mehr das Spielgeschehen und damit entsprechend einen hohen Spielanteil mit viel Ballbesitz. Man baute nun ruhiger und gezielter auf, versuchte es auch immer wieder über die Flügel oder durch Distanzschüsse, vor allem durch Nüsse und Leischner. Letzterer hatte mit einem satten Schuss die kurze Ecke anvisiert, aber der Goalie hatte dem eine sensationelle Parade entgegen zusetzen. Der dritte Treffer blieb also vorerst versagt. So ging es mit einer verdienten 2:0 Führung zunächst in die Pause.

In Halbzeit 2 dann das gleiche Bild. Die Leutewitzer blieben ihrem Spiel treu und gingen in fast jeder Situation konzentriert und aggressiv zu Werke. Folgerichtig dann in der 55. Minute das 3:0. Ein Ballverlust der Leubener im Mittelfeld landete genau in den Füßen von Saitenmacher der alleine auf den Gästekeeper zu laufen konnte. Wie es sich für einen torhungrigen Stürmer gehört, versuchte er das „eins gegen eins“, anstatt auf den mitgelaufenen Teichert-Tölg zu passen. Aber der Torwart erahnte dieses Vorhaben und bekam noch eine Hand an den Ball. Aber der Abwehrversuch landete direkt bei Teichert-Tölg, der dann keinerlei Mühe hatte den Ball im leeren Tor zu versenken. Aber die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen und erarbeiteten sich 2-3 gute Chancen. Die aber durch den gut aufgelegten VfB-Keeper Michael Müller allesamt entschärft wurden. Die Hausherren setzten danach weiterhin spielerische Akzente und belohnten sich dem vierten Treffer. Nüsse verwandelte in der 75. Minute einen Freistoß direkt und erhöhte sein Torekonto auf schon beachtliche 6 Saisontreffer.

Damit war das Spiel gelaufen. Am Geschehen auf dem Feld und der „Anzeigetafel“ änderte sich bis zum Abpfiff nichts mehr. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat man in die Erfolgsspur zurück gefunden. Die Abwehr um Libero Rüdiger Zieschang und den Verteidigern Uwe Riese und Daniel Ambrosius stand heute sicher. Mit der nötigen Unterstützung aus dem Mittelfeld hatten die Jungs des VfB 90 einen starken Defensivverbund aufgeboten, der maßgeblich zu diesem klaren Erfolg an diesem Tag beigetragen hat. Das man hervorragende Offensivqualitäten besitzt, konnte man heute wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Man belohnt sich dafür mit einem starken 4. Platz in der Tabelle, bei 10 Punkten und 15:11 Toren aus 5 Spielen. Zugegebener Maßen ist die Tabelle durch die unterschiedliche Anzahl von ausgetragenen Spielen etwas verzerrt. Aber nicht unbedingt zu Ungunsten des VfB 90. Aber Achtung! Bis zum nächsten Gegner, dem FV Blau-Weiß Stahl Freital, der derzeit mit 6 Punkten auf Platz 10 liegt, ist es nur ein 4-Punkte-Polster. Also gilt weiterhin für die Jungs: konzentriert und seriös jedes Spiel von neuem anzugehen.

Im nächsten Spiel gastieren die AH des VfB 90 bei FV Blau-Weiß Stahl Freital – Anpfiff ist am Samstag, 18.10.2014, um 12:00 Uhr.

Autor: A.Kramer, 12.10.2014

1. Kreisliga Freizeitsport, 07.10.2014

Nach einem verschenkten Spiel bei Turbine und einer unglücklichen Niederlage bei West wollten wir jetzt im dritten Spiel endlich einen Dreier einfahren. Nach der Aufstellung zu urteilen waren wir uns auch sicher, dass das an dem Tag klappt, da wir beim KWK in den letzten Jahren meist die bessere Mannschaft waren. Anfangs ging die Partie recht ausgeglichen los und wir hatten auch 1-2 gefährliche Aktionen. Aber nach ca. 10 Minuten fingen wir an leichtfertig die Bälle durch Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung zu verlieren, was dem Gegner ein paar gute Konter ermöglichte. Die Fehlpässe kamen aus mehreren Gründen zustande. Es fing damit an, dass unsere Außenverteidiger teils zu mittig standen und Robert somit nicht ohne Bedrängnis abspielen konnte. Daher rückten die Außenläufer nach hinten und hatten nach vorn keine Anspielstationen mehr, was dazu führte, dass die meisten Bälle über die Mitte gingen, doch dort hatte der Gegner kämpferisch klare Vorteile, weil wir die Zweikämpfe kaum annahmen und somit auch viele Bälle verloren. Ein weiterer Punkt war, dass das gesamte Mittelfeld sich zu wenig bewegte und die Verteidiger oft hoch und lang spielen mussten. Hiermit nahmen wir vor allem Donni durch unglückliche hohe Bälle total aus dem Spiel, weil ihm der Gegner direkt auf den Füßen stand und körperlich überlegen war. Das gewohnte Dreiecksspiel aus letzter Saison kam gar nicht zu Stande. Somit versuchten wir uns konsequent durch die Mitte nach vorn zu spielen, was aufgrund des geringen Raums zu vielen Ballverlusten führte und wir so beide Tore durch krasse Abspielfehler mit anschließenden Kontern kassierten. Somit ging die erste Hälfte klar an den Gegner.

In HZ zwei kam dann Schwebbi für Donni und durch seine defensivere Orientierung tat dies dem Spiel gut. Wir starteten die zweite HZ deutlich besser und gewannen das Übergewicht im Mittelfeld, doch nutzen dies nicht, weil wir weiterhin zu viele Bälle immer direkt nach vorn spielten, statt mit Geduld Spielkontrolle zu gewinnen und die Lücken zu suchen. Des weiteren fehlte uns dann die Durchschlagskraft wenn wir in die Nähe des Tors kamen. Allerdings kamen wir dann durch einen tollen diagonalen Pass aus dem Mittelfeld über außen mit anschließender Flanke und dem ersten Tor noch einmal ran. Doch aufgrund unserer Ungeduld fingen wir statt auszugleichen wieder 2 Kontertore durch gravierende Abspielfehler.

Also Fazit zu dem Spiel:

1. Wir müssen bei Ballbesitz das Spiel von hinten wieder breit machen um Räume zu schaffen und unser Dreiecksspiel aufzubauen.
2. Alle müssen mehr Geduld zeigen und konsequent sicher spielen, bis sich Räume ergeben, um unnötige Ballverluste zu vermeiden.
3. Wir müssen deutlich bissiger werden.
4. Wir müssen uns einspielen, da aufgrund der vielen Neuzugänge viele Laufwege noch nicht passen.

Aufgrund dessen dass wir spielerisch durch unsere Neuzugänge noch einmal dazu gewonnen haben und mit Robert und Steffen zwei klasse Torhüter haben wird es jetzt Zeit sich zu fangen und endlich Punkte einzufahren. Denn von den Spielern her gesehen sollten wir deutlich weiter oben stehen.

Also auf ein Neues!

Autor: L. Wehlend, 08.10.2014

4. Spieltag, Stadtliga C Herren, 05.10.2014

Das schwarze Wochenende „perfekt“ gemacht…

Die herbe Enttäuschung vom Freitag war noch nicht richtig verklungen, da standschon 2 Tage später die Wiedergutmachung gegen den Serkowitzer FSV auf dem Programm. Im „Nachholer“ vom 4. Spieltag erschien beim Tabellenletzten der Tabellenvorletzte zum Kellerduell. Trainer Heiko Vogel musste ungewollt die Mannschaft auf 3 Positionen umbauen. Auch taktisch wurde umgestellt. Das Mittelfeld wurde defensiv verstärkt und als alleinige Sturmspitze Michael Kaudel aufgeboten. Das 3:8 gegen den Dresdner SSV vom Freitag wollte man sich mit dem Anpfiff aus dem Kopf spielen und so Wiedergutmachung betreiben.

Und das Spiel begann, wie schon das Freitagsspiel, mit einem Paukenschlag. Aber diesmal durch die Gäste. Bereits nach 3 Minuten lag der Ball schon wieder im Netz der Leutewitzer. Durch einen unnötigen Ballverlust von Sebastian Becker, kamen die Serkowitzer auf der linken Abwehrseite in Ballbesitz und spielten den Ball schnell in die Sturmspitze auf ihren Stürmer. Dieser stand völlig frei, aber auch 2 Meter im Abseits – allein der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus! So konnte er den Ball in aller Ruhe in Richtung Strafraum passen. Dabei hatte er noch Glück, dass er dem Libero Rüdiger Zieschang dabei das Spielgerät durch dessen Beine gespielt bekam. Und der im Zentrum mitgelaufene Gästespieler hatte anschließend keinerlei Mühe das Leder, am Keeper Sebastian Rössel vorbei, ins Tor zu schießen. Es begann also wie es aufgehört hatte. Wieder unglücklich sehr schnell in Rückstand geraten. Das Selbstbewusstsein erlitt erneut einen Dämpfer. Das war dann auch den VfB`lern anzumerken. Kaum gelungene Kombinationen im Spielaufbau und somit auch kein Zug zum Tor. Immer wieder einfache Ballverluste und zu wenig Kreativität im Spiel der Hausherren. Serkowitz beschränkte sich auf das Nötigste und versuchten mit Kontern das Ergebnis ihrerseits auszubauen. So ging es ohne nennenswerte Chancen oder Aktionen zum Pausentee beim Stand von 0:1.

Und auch in dieser Pause die gewohnte Zeremonie beim VfB 90. Ein Spielerwechsel aus Verletzungsgründen. Dieses mal wenigstens nur einer statt drei! Für Erik Neuber ging es als Vorstopper nicht mehr weiter. Für ihn kam Tino Krahl in die Partie. Aber auch in Hälfte 2 das gleiche Bild. Die Leutewitzer mühten sich endlich Zugang zu dieser Begegnung zu bekommen und das Ruder herum zu reißen. Nach knapp einer Stunde musste dann Kapitän Holger Müller auch noch verletzt von Bord. Für ihn betrat Andreas Kramer den Rasen. Was dann folgte war das 0:2 in der 64. Minute. Wiederholt nutzten die Gäste einen völlig unnötiger Ballverlust im Vorwärtsgang der 90er ganz clever zu einem schnellen Gegenstoß. Ein Querpass von rechts in die ungeordnete Abwehr reichte um das zweite Auswärtstor an diesem Tage zu markieren. Nun zog man bei den Leutewitzern die letzte Option und brachte Paul Schramm für Christopher Riese in der 73. Minute. Nun wollte man irgendwie wenigstens noch einen Punkt erkämpfen. Man warf alles nach vorn. Aber die großen Torchancen blieben weiter Serkowitz vorbehalten. Allein Keeper Rössel und drei hervorragenden Paraden war es zu verdanken, dass es weiter nur 0:2 stand. Dann endlich, 6 Minuten vor Ultimo, war soweit: Man verkürzte auf 1:2. Nach einem feinen Pass in den Strafraum von Nico Talke konnte Mike Becker erfolgreich abschließen.

Noch einmal keimte Hoffnung bei den Hausherren auf. Zunächst stand aber erst einmal wieder Torwart Rössel im Fokus. Er glänzte wieder mit zwei Rettungstaten im 1 gegen 1. So hatte der VfB dann auch, wie es eben im Fußball so ist, noch DIE letzte Chance auf was Zählbares. Ein weit geschlagener Ball flog urplötzlich über die entblößte Abwehr der Serkowitzer hinweg und sprang halbrechts am Strafraum Talke vor die Füße. Dieser zog entschlossen ab, aber die Murmel strich hauchzart am langen Pfosten vorbei. Wie bitter. Und dann war es aus und vorbei.

Das schwarze Wochenende war also „perfekt“.

Von den anvisierten 6 Punkten holte man innerhalb von 3 Tagen nicht einen. Der kleine Aufwärtstrend wurde jäh gestoppt. Neben den eigenen Unzulänglichkeiten trug auch der Schiedsrichter mit einigen unglücklichen Entscheidungen für viel Unruhe auf dem Platz bei. Aber dies als Entschuldigung für die schwache Leistung zu nehmen, wäre zu einfach und Augenwischerei. Man schaffte es in beiden Partien nicht, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken und entsprechend erfolgreich zu gestalten. Gerade gegen den gleichwertigen Serkowitzer FSV, in einer Begegnung auf mäßigem Niveau, zu verlieren, war aus Sicht des VfB 90 völlig unnötig. Aber eben nicht unverdient. Nun gilt es als Mannschaft enger zusammenzurücken, die Wunden zu lecken und nach vorne zu schauen…

Am Samstag, den 11.10.2014, gibt man um 15.00 Uhr die Gastrolle bei der 2. Mannschaft des VfB Hellerau-Klotzsche.

Autor: Uwe Riese, 06.10.2014

6. Spieltag, Stadtliga C Herren, 04.10.2014

Ein Feiertag ohne was zu feiern – einer turbulenten ersten Halbzeit, folgte eine herbe Enttäuschung

Nach den beiden starken Punktgewinnen in den letzten beiden Spielen gegen die zwei Tabellenführer, Trachenberge und Gittersee, sollte nun unbedingt der erste Dreier der Saison im Spiel gegen den DSSV her. Dafür war auch alles angerichtet! Trainer Heiko Vogel konnte die gleiche Elf wie im letzten Spiel gegen Gittersee aufbieten, Sponsor Spielhalle-FUNTIME stellte reichlich Obst und isotonische Getränke bereit, alle Spieler waren bis in die Haarspitzen motiviert und sensationelle 50 Zuschauer fanden sich in der Sportanlage an der Leutewitzer Windmühle zu diesem Duell ein.

Und das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Bereits nach 2 Minuten gingen die in Orange spielenden VfB`ler in Führung. Nach einem schönen Solo durch Sebastian Becker über den linken Flügel kommt seine Flanke punktgenau am langen Fünfmeterraum auf Stürmer Andreas Kramer. Der findet mit seinem Pass in den Rückraum wieder Becker, der keine Mühe hat den Ball rechts unten einzunetzen. Ein Auftakt nach Maß…genau für eine Minute!! Der Gegenzug des DSSV brachte bereits postwendend den Ausgleichs-treffer. Ein relativ harmloser, mittiger Abschluss aus der Distanz sprang Libero Christian Scheffler so unglücklich an den Rücken, dass der Ball seine Flugkurve korrigierte und unhaltbar für Keeper Sebastian Rössel neben dem rechten Pfosten einschlug.

Aber weiter ging es, und zwar nach vorne. Schließlich war dieses Tor nur ein Zufallsprodukt der Gäste. Und die 90ger gingen tatsächlich schon in Minute 12 wieder in Führung. Nach einem Freistoß durch M. Becker aus 28 Metern von halb rechts, ist Nico Talke per Kopf zum 2:1 zur Stelle. Aber auch diese Führung sollte nicht allzu lange anhalten. In der 17. Minute segelte eine Flanke ungehindert durch den Strafraum und ein Kopfball findet den Weg ins Tor. Dieser Treffer schien aber auch nicht ganz unhaltbar. Egal, weiter ging`s…

Und da war sie wieder, die Führung der Gastgeber – zum 3. Mal. Nach einer Ecke durch S. Becker kommt Christopher Riese an den Ball, behält im Strafraumgewühl die Übersicht und knallt das Leder unter die Latte in die Maschen. Da waren gerade einmal 23. Minuten gespielt. Aber Geschichte wiederholt sich, zumindest in diesem turbulenten Spiel. Nur ganze zehn Minuten nach der erneuten Führung, pfiff der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Strafraum und dem Schrei eines Gästespielers, und zeigte auf den ominösen Punkt. Eine sehr umstrittene Entscheidung. Dem DSSV konnte es reichlich egal sein – Elfmeter eiskalt verwandelt – 3:3! Und es kam noch schlimmer für den VfB 90. Einen harmlosen Schuss von halblinks ließ Keeper Rössel zum 3:4 passieren (38.). Nun patzte also auch noch der so sichere Rückhalt der letzten Spiele. Bis zur Pause gelangen dann dem VfB keine zielstrebigen Aktionen mehr. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause, weil man vermeid-bare und so unglückliche Tore hinnehmen musste, dass es schon zum verzweifeln war. Aber der DSSV wusste vor allem durch sehr gute Standards zu gefallen und brachte die VfB-Abwehr ein ums andere mal in Verlegenheit und blieb immer gefährlich.

Mit dem Prädikat „zum vergessen“ kann man dann wohl die 2. Hälfte aus Sicht der VfB`ler überschreiben. Zunächst musste Trainer Vogel gleich in der Pause alle 3 Wechseloptionen verletzungsbedingt ziehen. Aber auch die Gäste mussten erst einmal einen Rückschlag wegstecken. Ein Spieler ließ sich in der 47. Minute, in einem sehr fairen Spiel, zu einem Nachtreten hinreißen und wurde vorzeitig vom Referee zum Duschen geschickt. Nun schienen die Weichen für eine erfolgreiche Aufholjagd gestellt. Dachte man…

Was jetzt ablief, war definitiv der falsche Film. Innerhalb von nur 7(!!!) Minuten erhöhten die dezimierten DSSV`ler mit 3 Toren auf 3:7 (52., 54., 59.). Unfassbar was sich auf dem Grün abspielte. Die 90ger kamen mit einem Mann mehr, überhaupt nicht mehr ins Spiel. Sie waren nun in fast jeder Aktion einen Schritt zu spät oder kamen gar nicht erst in diese hinein. Immer wieder reichte es den Gästen mit ein paar wenigen Spielern in der Offensive die Defensive zu beschäftigen und vor große Probleme zu stellen. Man wurde das Gefühl nicht los, der VfB spielt hier in Unterzahl und nicht der DSSV. Der Rest der Partie ist schnell erzählt. Bei den Gastgebern hingen natürlich die Köpfe knapp über dem Rasen und keiner fand mehr zur Normalform in diesem Spiel zurück. Man agierte nun auch einfach zu harmlos um nochmal was bewirken zu können. So konnten die Gäste immer wieder ihre Nadelstiche setzen und wurde in der letzten Aktion des Spiels mit dem 3:8 dafür belohnt.

Unter dem Strich muss man protokollieren, dass man sich für dieses Derby sehr viel vorgenommen hatte und auch die erste halbe Stunde vieles davon umsetzen konnte. Am Ende steht aber eine herbe Enttäuschung über das WIE dieser Niederlage. Eine dreimalige Führung währte immer nur für kurze Zeit, auch wenn hinter einigen Aktionen das Pech in voller Gestalt parat stand. Über das was in der 2. Halbzeit passiert oder eben nicht passiert ist, sollten alle Beteiligten ganz schnell aus den Köpfen verdrängen. Am Sonntag gibt es bereits die Chance auf Wiedergutmachung zu Hause im „Nachholer“ vom 4. Spieltag gegen den Serkowitzer FSV.

Autor: Uwe Riese, 05.10.2014

5. Spieltag, Stadtliga C Herren, 28.09.2014

Wieder keine 3 Punkte – aber Aufwärtstrend klar erkennbar

Nach einer Saison unfreiwilliger Pause im Spielbetrieb der Männermannschaft des VfB 90 Dresden ist man seit dem Frühjahr wieder dabei eine schlagkräftige Truppe um Trainer Heiko Vogel aufzubauen.Aber schon die Saisonvorbereitungsphase gestaltete sich als ein sehr schwieriges Unterfangen. Konnten doch einige der vielen Neuzugänge und Rückkehrer erst nach ihrem Sommerurlaub zum VfB stoßen. So war es vorauszusehen das der Saisonstart alles andere als optimal verlaufen würde. Nach dem Aus im Pokal beim SV Eintracht Strehlen (0:4) setzte es am 1. Spieltag eine herbe 2:6 Schlappe bei Loschwitz 2. Auch am 3. Spieltag setzt es eine Niederlage bei Weißig 2. Dort wurde man aber lediglich durch einen Elfmeter in der 2. Minute bezwungen.

Im „Nachholer“ vom 2. Spieltag traf man am letzten Sonntag zu Hause auf den Spitzenreiter SG Motor Trachenberge-Dresden 2. In einem hart umkämpften Spiel (1x Rot für die Gäste) kam man verdient zu einem 0:0 und dem ersten Saisonpunkt.Der Aufwärtstrend sollte sich nun am 5. Spieltag beim Tabellenzweiten, der SG Gittersee, fortsetzen. Angesagt war ein Fight auf dem Hartplatz. Der sich aber im Nachhinein als sehr gut bespielbar erwies. Bei bestem Sonnenschein startete die Partie mit Drang zum Tor auf beiden Seiten. Die Leutewitzer versuchten mit Pressing den Gegner zu Fehlpässen und weiten Schlägen zu zwingen. Dies gelang im Laufe der Partie immer besser. In der Zentrale riss Nico Talke die Regie an sich, abgesichert von Mike Becker und der Unterstützung der Flügelflitzer Holger Müller und Sebastian Becker. Immer wieder wurde versucht die 2 Spitzen Christopher Riese und Andreas Kramer in Szene zu setzen. Die Abwehr der VfB`ler um Christian Scheffler und Abräumer Felix Augustin gingen kompromisslos zu Werke und die Außen-verteidiger Johann Dost und Sven Greif schalteten sich auch immer wieder mit in Offensiv-aktionen ein.

Gittersee konnte kaum in den gegnerischen Strafraum eindringen und versuchte es daher mit Distanzschüssen. Diese waren aber im gesamten Spiel eine sichere Beute von Keeper Sebastian Rössel. Die 90er versuchten hingegen immer wieder mit Kombinationsspiel oder über Standardsituationen zum Erfolg zu kommen. Der gute, aber vielleicht etwas kleinlich pfeifende Schiedsrichter gab den Gästen dazu einige Möglichkeiten. Sah er doch auch die verstecktesten Fouls des Gegners. Aber die Standards waren meist zu ungenau und konnten durch die Gastgeber geklärt werden. Talke verzog 2 Schüsse nur knapp. Die größte Chance in Halbzeit 1 hatte Kramer. Er wurde halbrecht herrlich von Talke freigespielt und lief frei Richtung Strafraum. Noch bevor der Verteidiger ihn ganz stellen konnte, zog er, am Ende doch etwas überhastet, ab und schoss am Tor vorbei. So ging es nur mit einem 0:0 in die Pause, weil man die Feldvorteile nicht in Tore ummünzen konnte.In der 2. Halbzeit dann das gleiche Bild. Gittersee nur aus der Distanz gefährlich und setzte einen Schuss aus 20 Metern an die Querlatte.

Aber auch bei Talkes Distanzschüsse fehlte meist nicht viel. Dann hatte Kramer nochmal zwei Chancen auf das Tor des Tages. Aus spitzem Winkel, 6 Meter vor dem Tor, trifft er den Ball mit dem Vollspann und setzt ihn nur knapp über die Latte. Die größte Chance des Spiels blieb ihm auch vorbehalten. Nach einem Gewühl im Strafraum sprang der Ball plötzlich halbrechts zu ihm auf den Fuß. Doch anstatt die Kugel gleich direkt aus 7 Metern mit der Pike auf das Tor zu ziehen, legte er ihn sich nochmal mit dem Außenrist vor, so dass ein Verteidiger gerade noch beim folgenden Abschluss die Fußspitze dazwischen bringen konnte. Das hätte es in der 75. Minute sein können oder vielleicht sogar müssen, dass erlösende 1:0. So blieb es beim torlosen 0:0.Die Männer des VfB 90 Dresden holten beim ungeschlagenen Tabellenzweiten einen Punkt, der unterm Strich nach dem Spielverlauf eigentlich viel zu wenig ist. Aber man hat gezeigt was in der Truppe für Qualität und Moral steckt. Der Trend zeigt sehr deutlich nach oben. Wenn man dann noch die erspielten Torchancen konsequent nutzt, steht man nicht mehr lange am Ende der Tabelle. Das Mannschaftsgefüge findet und bildet sich immer stärker heraus und man kämpft füreinander. Das macht Hoffnung für die nächsten Aufgaben.

Das kommende Wochenende bietet einen sportlichen Doppelpack auf dem Sportplatz an der Leutewitzer Windmühle. Am Freitag, den 03.10., um 11:00 Uhr steht das Duell der „Trainingsnachbarn“ auf dem Programm. Da hat der VfB 90 Heimrecht gegen den Dresdner SSV. Und am Sonntag, 05.10., rollt das Leder bereits um 09:00 Uhr im „Nachholer“ vom 4. Spieltag gegen den Serkowitzer FSV.

Autor: Uwe Riese, 29.09.2014

5. Spieltag, 1.Stadtklasse Senioren, 27.09.2014

Erste Saisonniederlage – Torwart Müller Note 1 – Serie(n) gerissen

Mit dem SC Borea Dresden sahen sich die „Alten Herren“ des VfB 90 auf eignem Geläuf einem richtig schwerem Gegner gegenüber. Borea mit 2 Remis in erst 2 Spielen in diese Saison gestartet. In der letzten Saison konnte der VfB beide umkämpfte Spiele für sich entscheiden. Diese fanden jedoch eine Klasse tiefer und gegen Boreas 2. Mannschaft statt.

Der VfB konnte wieder auf Thomas Handschuh und Tom Teichert-Tölg zurückgreifen. Letzterer stand für Andreas Kramer in der Startelf. Das war auch die einzige Änderung zum letzten Spiel. Ansonsten bot Co-Trainer Mike Kabelka, der noch einmal den abwesenden Trainer Alexander Nicolaus vertrat, die gleiche Formation wie im beim Sieg gegen die SG Motor Dresden-Mitte (6:4) auf.

Das Spiel begann unspektakulär. Beide Mannschaften hatten Respekt voreinander und suchten erstmal Sicherheit ins eigene Spiel zu bringen und defensiv sicher zu stehen. So entwickelte die Partie nur wenige erwähnenswerte Torraumszenen in der ersten halben Stunde. Vor der Pause wurde es so langsam turbulenter und nahm zunehmend Tempo auf. Zunächst kam der Gast zu zwei, drei gefährlichen Torabschlüssen, die allesamt durch Keeper Michael Müller entschärft werden konnten. Diese Paraden waren schon ganz stark, aber der VfB Goalie hatte noch eine Steigerung in petto. Ein satter Distanzschuss wurde im Fünfmeterraum noch durch einen Abwehrspieler so abgefälscht, dass der Ball eigentlich schon so gut wie über Müller zum 0:1 hinweg zischte. Aber dieser packte einen Riesenreflex aus und lenkte den Ball gerade noch so über die Latte. Jetzt war der VfB am Zuge offensiv was anzubieten. Und tat dies dann auch. In der 37. Minute zog Stephan Leischner aus 19 Metern einfach mal mit Vollspann ab. Doch der Ball klatschte nur an die Latte. Der zurückspringende Ball sprang aus dem Gewühl heraus wieder auf dem Fuß von Leischner, aber er verzog aus 8 Metern nur ganz knapp. Bis zum Halbzeitpfiff hatten beide Mann-schaften weitere Torchancen, die von beiden starken Torhütern sicher „weggeplückt“ wurden. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Nach der Pause verzeichnete das Spiel die gleiche Intensität im Kampf um Ball und Räume. Doch so langsam gewann Borea immer mehr Oberhand im Ballbesitz und ließ das runde Leder sehr gut in ihren Reihen laufen. Die Leutewitzer mussten hohen läuferischen Aufwand betreiben um die Gäste weiterhin vom eigenen Tor wegzuhalten. Dies gelang auch durch die ständige Bereitschaft weite Wege zu gehen und sich immer wieder gegenseitig zu unterstützen. Der SC Borea leistete sich gar den Luxus viermal bis zur 70. Minute zu wechseln, ohne dass ein spürbarer Bruch im Spiel der Gäste zu verzeichnen war. Und diese körperliche Frische sollte am Ende auch zu einem gewissen Teil ausschlaggebend für ihren ersten (Auswärts)Sieg sein.

In der 70. Minute segelt eine Flanke von der rechten Seite durch den gesamten Strafraum an die Ecke des Fünfmeterraumes. Dort stand, im Rücken der Abwehr, ein Gästespieler völlig frei und „bedankte“ sich per Kopf mit dem 0:1. Diesmal war Müller gegen den Kopfball ins kurze Eck ohne jede Chance. Jetzt hieß es für die VfB`ler die Ärmel noch ein Stück höher zu krempeln und nochmal das Gaspedal in der Offensive finden. Doch noch ehe die Gastgeber überhaupt so richtig auf das 1:1 drängen konnten, stand es schon 0:2! Nach einer Ecke war wieder ein „Oranger“ per Kopf zur Stelle und sorgte für einen bitteren Doppelschlag innerhalb weniger gefühlten Sekunden (72.). Aber die Hausherren gaben sich noch nicht geschlagen. Man reagierte umgehend von der Bank und brachte mit Handschuh einen dritten Stürmer und löste die Position des Vorstoppers auf. Und dann war sie auch da, DIE Chance zum Anschluss. Eine Flanke vom rechten Strafraumeck flog über den Torwart hinweg, genau auf den Fuß von Stürmer Teichert-Tölg. Aber dieser konnte unter starker Bedrängnis den Ball aus 4 Metern nicht im Gästetor unterbringen. Knapp drüber. Die Leutewitzer versuchten weiter den Anschlusstreffer irgendwie zu erzwingen. Aber die Gäste standen sehr sicher in der Abwehr und setzten immer wieder Nadelstiche mit überfallartigen Angriffen über die Flügel. Einer dieser Angriffe, über die linke Seite vorgetragen, führte dann schließlich in der 85. Minute zum 0:3. Die nun weit aufgerückte und somit ungeordnete Abwehr konnte ein Zuspiel in den Strafraum auf den Stürmer nicht unterbinden. Und dieser hatte dann keine Mühe aus 8 Metern die Pille unten links einzuschieben. Das war natürlich die endgültige Entscheidung in diesem Spiel. Bis zum Abpfiff des sehr guten, unauffälligen Schiedsrichters Maximilian Grund passierte nichts mehr Aufregendes.

Die Senioren des VfB 90 verloren heute am Ende, gegen einen sportlich besseren Gegner, mit 0:3. Ohne jedoch kämpferisch oder spielerisch enttäuscht zu haben. Man konnte über weite Strecken der Partie das Spiel offen gestalten. Auch Dank einer starken Vorstellung von Keeper Müller, der sich heute die Bestnote verdiente. Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit blieb den Leutewitzern ein Torerfolg in einem Spiel versagt. Auch riss an diesem Spieltag die ungeschlagene Serie von Co-Trainer Kabelka an der Seitenlinie. Aber auch nach der ersten Saisonniederlage kann man beim VfB 90 Dresden weiterhin positiv nach vorne schauen. Hat man doch mit 7 Punkten (2/1/1) aus 4 Spielen einen guten Saisonstart in der neuen Liga hingelegt und steht bereits im Achtelfinale des Kreispokales gegen die SG Weixdorf am 31. Oktober.

Im nächsten Spiel geben die AH des VfB 90 beim Tabellenführer Grün/Weiß Coswig ihre Visitenkarte ab – Anpfiff ist am Freitag, 03.10.2014 um 11:00 Uhr.

Autor: A.Kramer, 28.09.2014

2. Spieltag, 1.Stadtklasse Senioren, 20.09.2014

Ein Spiel der Extremen – Langweile geht anders – ein Punktspiel dauert 157 Minuten

Der erste von zwei „Nachholern“ stand auf dem Tagesprogramm. Als Gast waren die Jungs von der SG Motor Dresden-Mitte angereist. Mit bisher nur einem Spiel (0:4) in der Saisonstatistik war die Stärke des Gegners überhaupt nicht einzuschätzen. Die Gastgeber hingegen mit einem Unentschieden in Heidenau (2:2) und einem Heimsieg gegen Hainsberg (3:2) in die neue Spielzeit gestartet.

Beim VfB 90 fehlte an diesem Spieltag reichlich Personal. Hendrik Behr und Tom Teichert-Tölg fehlten arbeits-, Thomas Handschuh und Heiko Menzel verletzungsbedingt. Letzterer fällt gar mit einer Meniskusverletzung voraussichtlich noch längere Zeit aus. Zu guter Letzt stand heute Co-Trainer Mike Kabelka alleine, ohne Chef-Coach Alexander Nicolaus, an der Seitenlinie. Aber unter dessen „Alleinregie“ hat die Truppe noch nie verloren – von daher ein gutes Omen!!??

Auch das Wetter zeigte sich beim warm up der Mannschaften von seiner sonnigen Seite. Pünktlich zum Anpfiff fielen dicke, fette Regentropfen die von Donnergrollen begleitet wurden. So wurde der Hinweis des Schiris notwendig, dass er das Spiel bei nahenden Blitzen sofort vorläufig unterbrechen wird.

Also ging es los: bei strömenden Regen und mit einem (Blitz)Tor in der 3. Minute! Eine schöne Flanke von der linken Außenbahn durch Daniel Ambrosius kann VfB Stürmer Enrico Saitenmacher, der sich zwischen beide Verteidiger geschoben hatte, seelenruhig aus der Luft runter nehmen und aus 13 Meter eiskalt unten links vollstrecken. Dem Führungstreffer folgen weitere Angriffe der Hausherren um ganz schnell das 2. Tor nach zu legen. Gestoppt wurde diese Unterfangen dann durch einen Pfiff des umsichtigen Schiedsrichters Markus Kunath in der 11. Minute. Das bedeutete nun erst mal Spielunterbrechung – am Ende für ganze 17 Minuten. Den Gästen konnte diese ungewollte Pause aber nur zu gefallen wissen. Kamen sie doch überhaupt noch nicht richtig ins Spiel und auch nicht in den gegnerischen Strafraum.

Als dann der Regen etwas weniger wurde und das Donnergrollen sich erst einmal verzogen hatte, ging es mit Fußball weiter. Und mit dem Ersten ernstzunehmenden Angriff von Motor Mitte, der gleich mit dem Ausgleich in der 16. Minute belohnt wurde. Ein strammer Schuss aus der 2. Reihe schlug über den machtlosen Goalie Michael Müller ein. Dessen erster Ballkontakt im Spiel war als damit verbunden, den Ball frustriert aus dem Netz zu holen. Nun versuchten die Leutewitzer ihrerseits wieder das Spielgeschehen an sich zu reißen und erzielten folgerichtig durch schönen Kombinationsfußball in der 21. Minute den erneuten Führungstreffer zum 2:1. Andreas Kramer schickte aus der Mitte heraus Bojidar Kirilov auf den linken Flügel, bekam den Ball vor der Strafraumgrenze wieder zurück auf den Fuß und konnte dann durch einen direkten Querpass den mitgelaufenen Daniel Nüsse freispielen. Dieser nahm den Ball mit seiner hervorragenden Technik Dropkick und knallte das Leder unhaltbar halbhoch in den rechten Winkel. Die VfB`ler blieben nun weiter am Drücker und erhöhten nur 7 Minuten später auf 3:1. Im zentralen Mittelfeld erkämpften sich Stephan Leischner und Andreas Kramer im Duett das runde Leder. Kramer schiebt anschließend den Ball auf den wieder einmal freien Daniel Nüsse, der sich diesmal auf dem rechten Flügel von seinen Bewachern abgesetzt hatte. „Nuss“ bedient Saitenmacher im Zentrum mit einer präzisen, butterweichen Flanke. Der Kapitän nimmt den Ball volley und haut den Knallbonbon unter die Latte ins Tor. Ein Tor schöner wie das andere. Aber die Freude über diese „zweitore“ Führung währte nur ganz kurz. Im Gegenzug verkürzten die „Motoren“ auf 2:3. Ein Abspielfehler im Aufbau durch Uwe Riese wurde sofort bestraft.

Ein trockener Schuss zischt wieder unhaltbar über Torwart Müller hinweg ins Tor. Plötzlich waren die Gäste im Vorwärtsgang und suchten ihre Möglichkeiten im Angriffsspiel. Und wurden in der 33. Minute ganz schnell mit dem Ausgleich zum 3:3 dafür belohnt. Wieder eine Fehlerkette im Abwehrverbund der Gastgeber wurde eiskalt genutzt – natürlich mit einem Weitschuss – natürlich unhaltbar. Unfassbar wie schnell man diese Führung wieder her geschenkt hatte. So ging es mit einem Unentschieden zur Halbzeit in die Kabinen um sich erst einmal trocken zu rubbeln. Nur der starke Regen gönnte sich keine Pause!

Die Gäste mussten verletzungsbedingt den Keeper austauschen. Wie sich im Verlauf der 2. Halbzeit herausstellte, war es keineswegs eine Schwächung. Das Spiel wurde immer umkämpfter und der Platz immer weicher. Der VfB versuchte auf den erneuten Führungstreffer zu drängen, musste aber höllisch aufpassen nicht in Rückstand zu geraten. Die Defensive wackelte an diesem Tag ein ums andere mal bedenklich. Aber der hohe Aufwand wurde in der 53. Minute mit dem 4:3 belohnt. Renè Langner bekommt im Strafraum den Ball zu Saitenmacher durch gespielt. Dieser setzt seinen Körper geschickt gegen 3 Gegenspieler ein, tänzelt sie aus, vernascht noch den 4 Gegner und schiebt dann links unten gekonnt in aller Ruhe ein. Wer nun dachte dass die Leutewitzer auf der Siegerstraße sind und das Ding nun in Ruhe runter spielen können, sah sich getäuscht. Plötzlich stand es 4:4 (67. Minute).

Ein wiederum vermeidbarer Abwehrfehler bescherte das unglaubliche 4. Gegentor in diesem Spiel. Nun war das Spiel völlig zerfahren – vor allem von Seiten der Gastgeber. Aber es gab ja noch den Mittelfeldantreiber und Kreativkopf Nüsse, den Regen und das drohende Unwetter. War ja anscheinend noch nicht spannend genug an diesem Tag. In der 87. Minute zog dann Nüsse zentral auf Höhe der Strafraumlinie mal wieder entschlossen ab und alle hatten den Torschrei schon auf den Lippen.

Ein Abwehrspieler lief mit letzter Konsequenz noch in die Flugbahn des Schusses, konnte aber den Ball nur noch durch ein unabsichtliches, aber irreguläres Handspiel am überqueren der Torlinie hintern. Ein Pfiff des Unparteiischen bedeutete für den Handsünder Platzverweis und für die 90er Elfmeter. Da war sie wieder! Die ewige Diskussion über Doppel- bzw. Dreifachbestrafung für ein einziges Vergehen. Ausschluss vom Spiel, eine Sperre und den Elfmeter. Sportlich fair verließ der „Sünder“ umgehend und ohne Protest das Spielfeld. Sicher hätte sich auch keiner der Gastgeber beschwert, wenn der Schiri in Anbetracht der doch am Ende etwas unglücklichen Abwehraktion nur Gelb gezeigt hätte.

Schließlich wurde auch keiner durch ein brutales Foul verletzt und eine wirkliche vorsätzliche Absicht das Tor mit der Hand zu verhindern war auch nicht erkennbar. Aber der Referee hat lauf Reglement keine andere Wahl bei Verhinderung einer klaren Torchance und tat daher das für ihn einzig Richtige. Dann wurde nochmal so richtig Spannung aufgebaut. Daniel Nüsse hatte sich schon den Ball am Elfmeterpunkt zurechtgelegt als Schiri Kunath wiederholt in seine Pfeife blies. Er sah sich, auf Grund der herannahenden Blitze, begleitet von Donner, genötigt die Partie erneut zu unterbrechen. Und das 3 Minuten vor Ultimo und auch noch vor Ausführung des fälligen Handstrafstoßes – es gibt schönere Momente im Fußballerleben!

Also Unterbrechung die Zweite war angesagt. Immer im ungewissen ob und wann das Spiel wieder angepfiffen werden kann. Es dauerte ganz 33 (!!) Minuten eher das Spiel wieder freigegeben werden konnte. Dass Dresden-Mitte natürlich gerne das Spiel, in Unterzahl und Elfer gegen sich, nicht wieder angepfiffen gehabt hätte, versteht sich aus deren Sicht von alleine. Aber weiter ging es in diesem außergewöhnlichen Spiel. Und auch die Unterbrechung konnte der Konzentrationsfähigkeit von Nüsse nichts anhaben. Er verlud den Keeper und verwandelte ganz sicher zur erneuten Führung. Nun hieß es, die letzten 4-5 Minuten, in Überzahl den Sieg mit nassem, aber kühlem Kopf ins Trockene zu bringen. Aber der VfB ließ sich jetzt nicht noch einmal in Bedrängnis bringen. Nach einem Pressschlag im Mittelfeld geht Leischner alleine auf und davon, lässt 2 Gegenspieler einfach stehen und schließt entschlossen unten rechts zum 6:4 ab. Das war es dann…

In einem nicht alltäglichen Spiel, welches am Ende 157 Minuten dauerte, siegten die Gastgeber letztendlich glücklich mit 6:4. Die Zuschauer sahen viele und vor allem sehr schöne Tore auf beiden Seiten. Die Gäste verlangten an diesem Tag den 90ern vieles ab. Die Defensivarbeit war heute das Sorgenkind im Spiel der Leutewitzer und kostete viel Nerven und Kraft.

Aber als intakte Mannschaft hat man aber alle Fehler und Unzulänglichkeiten immer wieder gemeinsam korrigiert und um den Sieg entschlossen bis zuletzt gefightet. Dank einer überragenden Offensive um dem 3fachen Torschützen Enrico Saitenmacher und Doppeltorschützen Daniel Nüsse steht unterm Strich der 2. Punktspielsieg im 3. Saisonspiel.

Im nächsten Spiel haben die AH des VfB 90 den SC Borea Dresden zu Gast – Anpfiff ist am Samstag, 27.09.2014, bereits um 10:15 Uhr.

Autor: A. Kramer, 22.09.2014

3. Spieltag, 1. Stadtklasse Senioren, 31.08.2014

VfB 90 holt ersten Punkt in der neuen Spielklasse

Endlich war es soweit – die Punktspielsaison hat begonnen! Auf Grund von Neuterminierungen der Spieltage 1 und 2, durften die „Alten Herren“ erst mit dem 3. Spieltag in die neue Saison starten.
Man musste aber leider mit einer dünnen Personaldecke zum Auswärtsspiel nach Heidenau reisen. 2 verletzte Spieler und 4 weitere Ausfälle, durch urlaubs- und arbeitsbedingte Abwesenheit, sorgten für viel Platz auf der Auswechselbank. Gerade einmal 2 Wechselspieler standen Trainer Alexander Nicolaus zur Verfügung. Und das ausgerechnet in einem Spiel auf einem der größten Kunstrasenplätze.
Aber nichtdestotrotz fuhr man, als erster Aufsteiger und mit dem Pokalsieg gegen Hainsberg im Rücken, mit breiter Brust nach Heidenau um hier etwas an Punkten mitzunehmen.

Das Spiel begann auch mit einem sauberen Blitzstart der Gäste. Gerade einmal 2 Minuten waren gespielt, als Daniel Nüsse einen Angriff über die linke Angriffsseite mit einem Pass auf Andreas Kramer einleitete, dessen scharfe Flanke landete bei Stürmer Enrico Saitenmacher. Dieser nahm den Ball im Strafraum schön mit der Brust herunter und legte sich diesen selber in den Lauf. Sein Gegenspieler konnte ihn nur noch mit einem „Trikotzieher“ am platzierten Torschuss hindern und so zog diese Aktion einen berechtigten Elfmeterpfiff des Schiedsrichters nach sich. Daniel Nüsse netzte den Ball ganz sicher in seiner gewohnten ruhigen, routinierten Art ein. Es stand 0:1 nach nur 3 gespielten Minuten für die VfB`ler. Nun versuchten die Hausherren ihrerseits ins Spiel zu finden und versuchten den Ausgleich zu erzielen. Dafür nutzen sie ausgiebig die ganze breite des Platzes für ihre schnellen Seitenwechsel um zum Erfolg zu kommen. Das immerwährende Verschieben und die ständigen Positionswechsel stellten den Defensivverbund der Leutewitzer vor einige Aufgaben und Abstimmungsprobleme.

Aber die Abspiele und Flanken in und um den Sechzehner waren entweder zu unplatziert oder konnten durch die Abwehr entschärft werden, so dass die Heidenauer zu keiner großen Torchance kamen. Die Gäste lauerten ihrerseits auf Konter und versuchten mit Distanzschüssen von Stephan Leischner und Daniel Nüsse, die ganz knapp am Tor vorbeigingen, zum Erfolg zu kommen. Auch durch zeitiges Anrennen der gegnerischen Abwehr wollte man Pressingsituationen erwirken. Diese führten auch zu einigen Ballgewinnen und Chancen. Aber vor allem 2 ausbleibende Elfmeterpfiffe erregten die Gemüter der in „Magenta“ spielenden 90iger. Erst war es ein klares Foul in die Beine von Daniel Nüsse, der durchgebrochen war, und nur kurze Zeit später ein identisches an Stephan Leischner. Aber das Spiel ging weiter. So auch das Pressing. Und genau solch eine Aktion führte dann zum 0:2 in der 36. Minute. Heiko Menzel sprintete im Rücken eines Abwehrspielers, störte ihm am rechten Strafraumeck sofort bei der Ballannahme, nahm dem Ball elegant mit und vollstreckte eiskalt in die lange Ecke. Was folgte waren weitere spielerisch vorgetragene Angriffe der Heidenauer, die aber mit Mühe, Geschick und etwas Glück gut verteidigt wurden. Mit einer 2:0 Führung ging es dann nicht unverdient in die Kabinen.

In Halbzeit 2 dann das gleiche Bild. Heidenau versuchte weiterhin spielerisch zum Torerfolg zu kommen und ließen den Gegner schön kraftaufwendig laufen. Der VfB, nun mittlerweile nur noch auf Konter lauernd, konnte sich nur noch selten in Szene setzen. Hatte aber mehrere vielversprechende Überzahlsituationen um das vorentscheidende 0:3 zu markieren. Diese wurden aber teilweise schlecht und überhastet abgeschlossen. Renè Langer hatte aber dann DIE Chance. Er tauchte plötzlich alleine vor dem Torwart der Heidenauer auf, konnte den Ball klasse ihm vorbeispitzeln, leider aber auch knapp am Tor. Die Gastgeber hatten mittlerweile 3mal gewechselt, so dass sie weiterhin das Tempo auf diesem großen Platz gehen konnten. Die Gäste hingegen wurden langsam etwas müder und konnten so nicht mehr den gewünschten Gegendruck beim Spielaufbau des Gegners entwickeln und es schlichen sich zunehmend Flüchtigkeitsfehler im Passspiel ein. Die erste so richtig dicke Torchance folgte dann auch sofort. Einen satten Schuss auf 18 Metern konnte Keeper Michael Müller mit einer tollen Parade in Minute 75 zur Ecke klären. Doch nur kurz darauf war er ohne jede Chance.

Den Hausherren gelang, dann aus ihrer Sicht, endlich der Anschlusstreffer zum 1:2 in der 78. Minute. Aus Sicht des VfB war das Tor aus einer leichten Abseitsposition erzielt wurden, was auch dem Schiri verbal mitgeteilt wurde. Aber dieser sah den eingewechselten Torschützen auf gleicher Höhe mit Rolf Eichhorn und entschied auf Tor! Nun begann der Heidenauer SV nochmal Druck aufzubauen und den VfB`lern gelang es nun immer weniger sich nochmal entscheidend davon zu befreien. Nun machte sich also dann doch noch die dünne Personaldecke kräftemäßig bemerkbar. Und so passierte es dann doch noch. Der Ausgleich fiel spät, aber er fiel. In der 90. Minute!! Und ausgerechnet wiederum durch einen eingewechselten Spieler. Die letzte Ecke des Spieles segelte in den Strafraum und keiner der Gästespieler konnte den Ball entscheidend aus der Gefahrenzone befördern. Und so sprang der Ball von Thomas Handschuh`s Knie genau vor die Füße eines Gegenspielers, der den Ball dann irgendwie aus 1,32 Meter über die Linie drückte.

Ganz bitter so spät den Ausgleich zu kassieren. Aber die Gastgeber konnten halt nochmal von der Bank nachlegen. Was ihnen dann doch noch, auf Grund der Intensität des Spieles, unterm Strich das Unentschieden einbrachte. Und wiedermal hatte auch die alte Fussballweisheit zugeschlagen: „Wer die Dinger vorne nicht macht…“. Viel hatte also nicht gefehlt, zum ersten Dreier der Saison. Der ersten Enttäuschung wich dann schnell die Zuversicht auf den weiteren Saisonverlauf. Schließlich hatte man ein gutes erstes Spiel in der neuen Liga abgeliefert. Und so wurde in der Kabine auf den ersten Punkt und den neuen (alten) Kapitän Enrico Saitenmacher mit einem Pils angestoßen.

Autor: Uwe Riese, 02.09.2014

Freizeitsport | 1.Kreisliga (A), 30.08.2014

Am Tag der Schuleinführung mussten wir gegen Turbine antreten, die es wohl um einiges besser organisiert hatten als wir und so mit 11 guten Akteuren und 5 Wechslern antraten. Wir hingegen hatten die ganze Woche gekämpft, um irgendwie auf 11 einigermaßen einsatzfähige Spieler zu kommen, da ein Großteil zu Veranstaltungen oder teilweise auch im Urlaub waren. Am Ende sparten wir uns zwar 50EUR für die Verlegung des Spiels aber mussten uns weit weit unter Wert verkaufen indem wir 0:8 verloren.

Wir stellten auf nahezu jeder Position um, außer im Tor (Robert), links außen (Thomas) und zentral (Kühni).

Wir versuchten anfangs erst einmal sicher zu stehen und die Bälle laufen zu lassen, um dem Gegner wenig Chancen auf Angriffe oder Torgefahr zu gewähren. Dies funktionierte einige Minuten, bis durch einen kapitalen Stellungsfehler auf links außen das erste Gegentor fiel.
Danach versuchten wir mitzuspielen, was uns kaum gelang da die Anspielstationen fehlten und der Gegner da wesentlich besser agierte. So spielte sich das Geschehen meistens in der Leutewitzer Hälfte ab und es gelangen wenig Befreiungsangriffe, die dann jeweils zu Ecken oder fast einem Eigentor von Turbine führten. Insgesamt spielte Turbine das vernünftig runter und erarbeitete sich eine Torchance nach der anderen, die unser Keeper auch öfters gut vereitelte. Noch vor der Halbzeit musste unser linker Mittelfeldspieler verletzt vom Platz weshalb wir dann nur noch zu zehnt agierten. In Halbzeit 2 hatten wir uns dazu verständigt es als Trainingseinheit zu sehen und das Spiel vernünftig zu Ende zu spielen, da wir durch die vielen Ballverluste ordentlich Kraft hatten lassen müssen und so sicher waren, dass wir nichts mehr reißen würden. Etwas später vielen dann weitere Tore für Turbine und der nächste Spieler verletzte sich. Somit waren wir nur noch zu neunt, was sich in weiteren Toren für Turbine zeigte. Theoretisch hätten wir uns hinten rein stellen müssen, um das 3:0 oder evtl. ein 4:0 zu halten aber das hatten wir nicht getan.

Alles in allem ein Dank an alle die es irgendwie ermöglicht hatten, dass wir überhaupt antreten konnten und jetzt heißt es vergessen und die Saison mit dem nächsten Spiel erfolgreich starten und evtl. die Tordifferenz nach und nach ausgleichen.

Gute Besserung an alle Verletzten!

Autor: Lars Wehlend, 31.08.2014

Kreispokal Vorrunde, Freizeitsport, 23.08.2014

Am Samstag, dem 23.08. trafen wir in der ersten Pokalrunde auf VSM Nord, die letztes Jahr knapp vor uns 4. wurden. Vor dem Spiel konnten wir voller Vorfreude starten, da unser Torhüter Kochi wieder aus seinem Urlaub zurück war und wir so eine sichere Bank in unserem Kasten hatten. Die negative Nachricht war, dass unser eingespieltes zentrales Mittelfeld mit Kühni und Michi fehlte und so mussten wir improvisieren.

Es zeigte sich früh, dass unsere eigentliche Stärke aus der Vorbereitung und den letzten Rückrundenspielen so kaum funktionierte. Wir schafften es nicht Sicherheit in unser Spiel zu bekommen und den Ball mit “Dreiecksspiel” flach laufen zu lassen. Wir verloren so viel zu häufig in der Vorwärtsbewegung den Ball und mussten dann dem Gegner bei seinen Kontern hinterher laufen. Des weiteren fehlte dadurch dann die Kraft und die Bewegung um unser Passspiel aufzubauen. So kamen wir in der ersten Halbzeit kaum zu relevanten Torchancen, bis auf einen Schuss von Basti, der knapp am rechten Dreiangel vorbei rauschte. VSM näherte sich häufiger dem Tor aber hatte nur eine 100%ige Chance, als ihr Stürmer allein auf Kochi zu lief aber er den Schuss mit dem Fuß überragend parierte. Insgesamt ging VSM mit dem besseren Spiel nach der HZ in die Kabine. Bei uns hatte man gemerkt dass überall die Abstimmung durch die vielen Umstellungen fehlte und so fing es hinten an, dass die Verteidiger keine Anspielstation hatten und lange Bälle oder in die Mitte spielten und das Mittelfeld vom Gegner stark unter Druckgesetzt wurde.

Die zweite Halbzeit starteten wir etwas besser und und ließen den Ball häufiger auch in den eigenen Reihen laufen um uns Sicherheit zu holen. Dies führte dann auch zu der ein oder anderen Chance im Verlauf der zweiten Spielhälfte. Die Bälle kamen häufiger über die außen, die dort viel Platz hatten und sowohl Basti als auch Dani häufig in Szene setzen konnten. Später tauschte dann Mike mit Basti. Basti rutsche in die zentrale, brachte noch mehr Sicherheit und Mike rutschte vor und wirkte etwas frischer als vorher Basti, bevor er dann gegen Brösinho ausgewechselt wurde.

Mitte der zweiten Halbzeit bekam Dani dann einen schönen Pass in den Lauf und stand zu dem Zeitpunkt nicht im Abseits. Mike war allerdings passiv im Abseits. Im Anschluss überholte Dani Mike mit Ball und spielte ihn dann frei vor dem Torhüter an, und Mike netzte ein. Der Schiri pfiff Abseits was keines war da eine neue Spielsituation entstand und selbst der Gegner stimmte zu, dass dies kein Abseits war. So wurden wir um unser Tor gebracht. Danach folgten weiter Chancen von Lars, der von halb rechts abzog, der Torwart parierte und Brösinho musste nur frei einschieben, bekam den Abpraller allerdings auf Bauchhöhe, so dass er schwer zu verarbeiten war und schoss vorbei. Später hatte dann Robert noch eine schöne Kopfballverlängerung über den Torhüter, allerdings ging der Ball knapp links vorbei. Die letzte Aktion war eine Ecke von links bei der Sandro einnetzen wollte aber im letzten Moment noch der Gegenspieler leicht abfälschte und so ging es direkt ins Elfmeterschießen.

Zum Gegner: In Halbzeit zwei kam natürlich auch VSM zu weiteren Chancen aber spielten diese schlecht aus bzw. musste einmal mehr Robert vor dem frei auf Ihn zulaufenden Stürmer klasse parieren.

Im Elfmeterschießen meldeten sich Robert, Dani, Basti freiwillig und Steffen und Lars wurden überredet nachdem keiner schießen wollte.

Zuerst schoss Steffen, der den Ball ans linke Angel schoss. Danach verwandelte der Gegner problemlos. Im Anschluss schickte Lars zwar den Torhüter in die falsche Ecke, schoss dann aber zu unplatziert, so dass er mit dem Fuß im Fallen hielt. Danach verwandelte der Gegner wieder.

Den dritten Schuss verwandelte Robert sicher. Dann hielt Kochi mit einer schönen Parade. Dani verwandelte ebenso sicher ins jeweils andere Eck als Robert. Danach schoss VSM noch einmal übers Tor aber Basti behielt dann wie zuvor Steffen und Lars nicht die Nerven und schoss den Ball weit rechts oben über das Tor.

Somit siegte VSM leicht verdient und zieht eine Runde weiter.

Autor: Lars Wehlend, 20.08.2014